zur Navigation springen

Grabow nach der folgenschweren Flucht eines Bewaffneten : Brutale Tat droht Existenz zu vernichten

vom

Durch die Flucht mit einem Lkw hat ein nicht gefasster Dieb ein Wohnhaus in Grabow schwer beschädigt. Die Existenz der Eigentümerin ist bedroht. Kirstin Gaulke weiß sich keinen Rat mehr und erhält wenig Hilfe.

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2012 | 05:40 Uhr

Grabow | Das Wohnhaus Binnung 9 in Grabow, das ein bewaffneter Mann aus der Stadt am Montagmorgen mit einem Lkw rammte, um freien Fluchtweg zu erlangen(SVZ berichtete), droht einzustürzen. Die Hausecke ist von einem handbreiten Riss bis unters Dach durchzogen, beständig brökeln Ziegelsteine der Fassaden auf den bereits abgesperrten Bürgersteig. Der Spalt gibt den Blick ins Schlafzimmer von Kirstin Gaulke frei. Schlafen kann die 51-jährige Hausbesitzerin in dem Raum nicht mehr. Die Decke reißt, aus dem Spalt der Hausecke lässt einsickernder Putz die Tapete platzen. Der Sohn hat bei einer ersten Durchsicht bis zur Dachspitze bemerkt, dass sich das Dach geneigt hat.

"Ich habe Angst, dass das Haus zusammenkracht. Ich weiß gar nicht, wie es weiter gehen soll. Das nötige Geld, um den Schaden zu beheben, fehlt mir", beklagt eine den Tränen nahe Kirstin Gaulke, die erst vor einem halben Jahr ihren schwer erkrankten Ehemann verlor. Die Frau ist verzweifelt, denn ihre soziale Situation ist nach den folgenschweren Lkw-Rammstößen dramatisch angewachsen. "In meinem Versicherungsbüro gleich um die Ecke wurde ich vertröstet. Ein Gutachter müsse kommen, prüfen, ob die Versicherung, die ich ja nach dem Hauskauf abgeschlossen habe, überhaupt in Anspruch genommen werden kann. Und vom Dieb wird ja wohl nichts zu holen sein. Von meiner kleinen Witwenrente und meinem Zuverdienst bleibt jedenfalls nicht genug übrig, um das Haus zu retten."

Unterstützung von der Hausbank kann Kirsten Gaulke nicht erwarten, meint sie zu wissen. Für einen Klarstand über die Bausubstanz muss nun die Kreisverwaltung befinden, informierte Grabows Bürgermeister Ulrich Schult. "Wenn gewünscht, wird die Stadt sofort helfen, so weit es uns möglich ist."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen