Grabow : Brunnen als Denkmal erhalten

Dieser historische Brunnen soll in die Gestaltung des Grabower Kirchenplatzes miteinbezogen werden.
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Dieser historische Brunnen soll in die Gestaltung des Grabower Kirchenplatzes miteinbezogen werden.

Bei Bauarbeiten entdeckte Reste einer alten Wasserversorgung aus dem 18. Jahrhundert wird in Gestaltung des Kirchenplatzes mit einbezogen

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20. April 2017, 21:00 Uhr

Einst war es ein Brunnen, der den Bewohnern des Hauses in der Grabower Innenstadt im 18. Jahrhundert zur Wasserversorgung diente, er könnte aber auch als öffentlicher Brunnen an der Straße gestanden haben, vermutet Archäologe Rolf Schulze. Im Zuge der Baumaßnahmen am Kirchenplatz in Grabow kam der Brunnen zum Vorschein. Ein weiterer Fund, den Archäologe Rolf Schulze nun dokumentieren kann und der der Nachwelt erhalten bleiben soll. Der historische Brunnen neben dem Kirchgemeindehaus wird in die Gestaltung des Platzes mit einbezogen. Einen entsprechenden Beschluss hatten die Stadtvertreter mehrheitlich auf ihrer jüngsten Sitzung gefasst. Als Mauerreste eines Gebäudekomplexes freigelegt wurden, mit Spuren der dazugehörenden Hofstelle, und altes Hofpflaster zum Vorschein kam, haben die Bauleute der Firma Haack & Stewering auch die Reste des alten Brunnens freigelegt. „Ich habe den Fund dokumentiert, der Brunnen dürfte zwischen vier und sechs Meter tief gewesen sein. Fachlich haben wir damit unsere Schuldigkeit getan. Ich persönlich freue mich, dass der Brunnen erhalten bleiben soll“, so Rolf Schulze. Die Denkmalbehörde hat die Sichtbarkeit des Brunnens als Objekt oder als Ring gefordert. „Der Brunnen bleibt sichtbar, er wird nicht wieder verschlossen, voraussichtlich kommt ein Gitter drüber“, erklärt Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg. „Die Brunnengestaltung soll in einer eher schlichten Variante passieren, so dass man etwa zweieinhalb bis drei Meter tief hineinschauen kann. Er wird nicht wieder aufgemauert.“ Die genaue Gestaltung befindet sich aber noch in der Klärung. Angedacht ist die Einbeziehung des Brunnens unter anderem in das Beleuchtungskonzept des Kirchenplatzes. Die ursprünglich vorgesehene Umsetzung der Lampe vom Gehweg Canalstraße in den Gehweg soll durch drei Bodenstrahler ersetzt werden. Die Lampe wäre mittig vom Platz gesetzt worden. Damit schränkt sie die Nutzung des Platzes für Veranstaltungen räumlich ein. Die Lampe selbst hätte ausgewechselt werden müssen, da der Mast durch Lkw mehrfach beschädigt wurde und so ein schlechtes Bild abgibt. Um den Bauablauf nicht zu gefährden, wurden die Festlegungen durch den Bürgermeister vorab getroffen.

Die Höhe der Mehrkosten steht erst genau mit der Abrechnung der Maßnahme fest. Mehrkosten sind jedoch zu erwarten, so ist insbesondere die notwendige Verstärkung des Wege-Unterbaus ein Kostenfaktor, ebenso wie die Einbeziehung der Aufstellung der Glocken. Eventuelle Mehrkosten können aus Kostenstellen des Bauvorhabens Berliner Straße gedeckt werden. Da die Fördergrenze ausgeschöpft ist, werden die Mittel als zusätzlicher Gemeindeanteil finanziert.

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