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Baustellenreport Anschlussstellen Ludwigslust und Grabow : Brückenschlag über Gleis und Straße

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Alle Arbeiten im 16 Kilometer langen Abschnitt der Verkehrseinheit 7 im Zuge der A 14 in Mecklenburg-Vorpommern liegen im Zeitplan. Die Bauwerke in den Anschlussstellen Grabow und Ludwigslust nehmen Gestalt an.

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erstellt am 23.Jul.2013 | 05:31 Uhr

Ludwigslust | Die Sonne brennt auf dem Asphalt. Walzen rollen auf der schwarzen Fahrbahndecke im Zuge der B5 hinter dem Ortsausgang Ludwigslust in Richtung Grabow auf und ab, Baufahrzeuge mit Spezialaufsatz glätten das neue Bankett. "Wir befinden uns hier unweit der B5 im Bereich des Bauvorhabens Los 2, Anschlussstelle Grabow", erläutert Baudirektor Stefan Anker vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, der als Projektleiter A14 MV tätig ist. Die Baustelle gehört zur Verkehrseinheit (VKE) 7, der Abschnitt umfasst eine Strecke von 16 Kilometern. Aktuell laufen hier die Arbeiten für das Kreuzungsbauwerk mit der A 14 und zugleich wird die neue Bundesstraßen anbindung B5/B191 hergestellt. Die erste Phase ist im Bau, diese soll im September fertig gestellt sein, erklärt Projektsteuerer Bernd Kanscheit. Dann wird eine Verkehrsverschwenkung vorgenommen, in diesem Zuge wird die alte B 191 zurückgebaut. Ein kurzes Stück der bisherigen B5 von Ludwigslust in Richtung Grabow bleibt noch erhalten, ehe auch sie dann zurückgebaut wird. In diesem Abschnitt ist die Arbeitsgemeinschaft Papenburg, Verkehrswegebau und Inge nieurbau, gemeinsam mit der Firma Kemna am Werk. Die Bauleute leisten gute Arbeit, zeigt sich Baudirektor Stefan Anker sehr zufrieden. "Durch den langen Winter hatten wir eine lange Zwangspause einlegen müssen, jetzt haben wir hier in diesem Abschnitt 14 Tage Planplus."

Auch Tunnel für Amphibien und Kleintiere entstehen

Dann geht es weiter über die neue B5, die über das zukünftige Bauwerk 1 führt. Diese Brücke überquert die Autobahn, während das Bauwerk 2 im Zuge der Autobahn über die Schnellbahnverbindung Hamburg-Berlin führt, die momentan durch Umleitungsverkehr stark belastet ist. Baudirektor Anker zeigt auf das Lehrgerüst, wo die Binder für die Schalung aufliegen. Bereits in der Antike wurde ein Lehrgerüst für den Brückenbau eingesetzt. Heute kommen sie hauptsächlich als Stützkonstruktion zum Einsatz. Die Gerüstanwendung von Lehrgerüsten bezieht sich somit auf das Stützen und Tragen einer Baukonstruktion bis zu ihrer Fertigstellung. Mit den Arbeiten in diesem Bereich ist die Firma Bunte beschäftigt, die neben dem gewaltigen Brückenbauwerk auch sogenannte Tunnel für Amphibien und Kleintiere errichtet, wie Projektsteuerer Kanscheit ergänzt. Auch beim Bauwerk 2, das von den Planern als Los 3 bezeichnet wird, liegen die Bauleute gut im Plan. Momentan wird der erste Überbau hergestellt, die Bewehrungsarbeiten gehen voran. "Von den Terminen her läuft alles ordnungsgemäß, das Tempo ist gut", zieht Baudirektor Anker an dieser Stelle sein Fazit. Parallel laufen hier auch schon die Arbeiten für den Überbau auf der gegenüberliegenden Seite. Die Brücke ist ein Drei-Felder-Bauwerk mit einer Gesamtlänge von 81 Metern. Wenige hundert Meter weiter wächst das nächste Bauwerk: Los 4 ist die Brücke über die Bahnanlagen auf der Strecke Ludwigslust-Parchim. "Auch hier ist der Überbau fertig gestellt, der jetzt abgesenkt wird. Planmäßig wird die Brücke südlich der Anschlussstelle Ludwigslust mit einem Lehrgerüst überhöht hergestellt, um den Verkehrsraum der Bahn nicht zu gefährden", so Bernd Kanscheit. Mit 26 Metern Länge ist das eine relativ kurze Brücke, an der die Firma Eurovia Beton baut. Ein provisorischer Bahnübergang mit Handbedienung ist geschaffen worden, um beidseitig arbeiten zu können. Auch im Bereich Anschlussstelle Ludwigslust, Los 5, wird zügig gearbeitet. Hier entsteht unter der Regie der Firma Papenburg ein 52 Meter langes Brückenbauwerk. Die Bewehrung ist drin, die Bauleute bereiten das Betonieren vor. Im Herbst dieses Jahres wird die Überführungsrampe für den Verkehr über das Bauwerk freigegeben.

Dass der Schwerpunkt des A14-Baus derzeit bei Brücken und Anschlussstellen liegt, ist kein Zufall: Wenn diese fertig sind, kann die eigentliche Trasse in einem Zuge gebaut werden. So gehen die Autobahnbauer generell vor. Im Jahre 2015 soll dann der Verkehr über die neue A14 rollen.

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