Dreenkrögen : Brücke über A 24 fällt

Roland Plotz macht den Weg frei für das Abrissunternehmen, das in dieser Woche mit den Arbeiten beginnt.   Fotos: Hennes(2)
1 von 2
Roland Plotz macht den Weg frei für das Abrissunternehmen, das in dieser Woche mit den Arbeiten beginnt. Fotos: Hennes(2)

Abriss bei Dreenkrögen schafft Platz für Einfädelspuren am neuen Schweriner Kreuz

von
07. Dezember 2014, 18:36 Uhr

Wieder müssen sich die Autofahrer auf der A 24 auf eine Vollsperrung einrichten. Denn am kommenden Wochenende fällt die alte Autobahnbrücke hinter Dreenkrögen. In der Nacht zu Sonntag werden Bagger anrücken und sich mit hydraulischen Zangen durch den Überbau der Brücke „knabbern“, wie es Stefan Fritsche vom Schweriner Straßenbauamt beschreibt. Fritsche ist stellvertretender Projektgruppenleiter für den Neubau der A 14. Grund für den Brückenabriss nahe Dreenkrögen ist der Bau des neuen Schweriner Autobahnkreuzes nur knapp 500 Meter weiter südlich. Hier ist in der vergangenen Woche der vierte und letzte Überbau betoniert worden. Die geplanten Einfädelspuren auf dem neuen Autobahnkreuz in Richtung Hamburg würden bis zur Brücke führen. Darunter ist jedoch kein Platz, erklärt Fritsche. Der Abriss schaffe also die notwendige Baufreiheit für die zusätzliche Fahrbahn.

Die Brücke ist vor allem von landwirtschaftlichen Fahrzeugen aber auch von den Radlern auf dem Radfernweg Kopenhagen-Berlin genutzt worden. Seit Anfang Dezember ist sie gesperrt. Für die Radler ist die Streckenführung über die neu gebaute Ersatz-Brücke an der Anschlussstelle Wöbbelin verlegt worden. Diese Brücke ist seit letzter Woche freigegeben - allerdings vorerst nur für den Radverkehr.

Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für den Abriss bei Dreenkrögen. Baggerfahrer Roland Plotz räumt den Weg frei für das Rostocker Abrissunternehmen. In nur einer Nacht wird der Überbau samt Mittelstützen fallen. Dazu müssen die Leute vor Ort hochkonzentriert im Scheinwerferlicht durcharbeiten. „In der Nacht zu Sonntag wird die Autobahn erfahrungsgemäß wenig befahren“, so Fritsche. Zudem entfalle der Lkw-Verkehr. Damit würden auch die Anwohner an der ausgeschilderten Umleitungsstrecke über Wöbbelin und Neustadt-Glewe weniger gestört. Für den Abriss müssen in dieser Woche etwa 500 Kubikmeter Kies herangefahren werden. Der wird als „Polster“ auf der A 24 verteilt, damit die Fahrbahnen von den herabfallenden Brückenteilen nicht beschädigt werden. Am Sonntagvormittag schon soll auf der frisch gefegten Autobahn nichts mehr von der Nachtbaustelle zu sehen sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen