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Ludwigsluster Tageblatt

23. September 2017 | 00:35 Uhr

Brenz : Brenz wartet auf Antworten

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kritik in der Gemeindevertretung an Amtsverwaltung: Brenzer wollen wissen, was aus eigenen Anträgen und Festlegungen wurde

von
erstellt am 01.Jul.2017 | 08:16 Uhr

Freudige Überraschung einerseits, eine ganze Portion Ärger andererseits – diese Gefühle lagen gestern beim Brenzer Bürgermeister Henry Topp (Foto) dicht beieinander. Gerade hatte er in der SVZ gelesen, dass Verkehrsminister Christian Pegel am Vortag Gemeinden im Amt Grabow Fördermittelbescheide für neue Buswartehallen übergeben hat.

Noch am Freitagvormittag telefonierte Topp mit seinem Stellvertreter Karsten Menck. „Wir waren uns einig, dass auch wir einen Fördermittelantrag für ein neues Buswartehäuschen stellen wollen, so Bürgermeister Topp. „Unsere Wartehalle an der Hauptstraße in Neu Brenz ist uralt, marode und steht zudem auf der falschen Straßenseite. Unsere Kinder steigen morgens auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite in den Schulbus.“ Die Sache soll jetzt laut Bürgermeister möglichst schnell im Bauausschuss der Gemeinde beraten werden. Doch, wie gesagt, Henry Topp ärgert sich auch. „Nicht zum ersten Mal erfahren wir etwas aus der Zeitung, was wir eigentlich längst hätten durch unsere Amtsverwaltung Neustadt-Glewe wissen müssen, in diesem Fall, dass es für neue Buswartehäuschen Fördermittel gibt.“

Bereits am Vorabend hatte es auf der Sitzung der Gemeindevertretung Kritik an der Verwaltung gegeben. Es ging darum, das Anträge bzw. Festlegungen seitens der Gemeindevertretung zu verschiedenen Themen zwar in Richtung Amt gegangen, Antworten aber ausgeblieben sind. „Ich bin es leid, dass wir jedes Mal wieder Festlegungen treffen und nichts passiert“, so Henry Topp auf der Sitzung. „Wir wollen jetzt wissen, wann welcher Antrag wohin weitergeleitet wurde, wie damit in der Verwaltung umgegangen wurde. Wir wollen nicht mehr bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung im September warten.“ Konkret geht es um die Fußgängerampel an der Brenzer Kita, die für Fußgänger eine Grünphase von weniger als fünf Sekunden hat. „Wenn wir mit einer Kindergruppe über die Straße wollen, ist das viel zu kurz“, kritisierte am Donnerstagabend Kita-Leiterin Cindy Petermann nicht zum ersten Mal. Bereits Ende 2016 habe man das Problem an das Amt weitergegeben, so Henry Topp.

Ferner gehe es um eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in dem Bereich. Getan habe sich nichts. Auch hinsichtlich Anfragen zur Entsorgung illegalen Mülls am Heideweg sei keine Antwort eingegangen, ebenso wenig auf eine Anfrage, wer für die Reinigung der Regenwassereinläufe auf der B 191 verantwortlich sei. „Die sind schon seit bestimmt zwei Jahren nicht mehr gereinigt worden“, so Bürgermeister Henry Topp.

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