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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 15:21 Uhr

malliss : „Bratkartoffeln sind mir lieber“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Wolfgang Hahn setzt sich für die Conower Kirche und seine Gemeinde ein – und beantwortet die Sonnabendfragen

Die Conower Kirche liegt Wolfgang Hahn am Herzen. Ihr Erhalt ist dem Mallisser so wichtig, dass er bei der Gründung des Fördervereins 2009 nicht nur einfaches Mitglied wurde, sondern als Vorsitzender Verantwortung übernahm. „Als Verein kann man andere Mittel einwerben als eine Kirchengemeinde“, erklärt Wolfgang Hahn das Anliegen. „Und man kann die Gemeindemitglieder motivieren, auch aktiv zu werden oder zu spenden.“ Alles in allem sind seither rund 15 000 Euro zusammengekommen, die der Verein für Sanierungsarbeiten zur Verfügung stellen konnte. Großen Anteil daran hat die Gitarrengruppe.

Auch das Bergmannstreffen, das alljährlich in Malliß stattfindet, ist mit dem Namen Wolfgang Hahn verbunden – auch wenn der 72-Jährige (anders als jüngst fälschlicherweise in der SVZ veröffentlicht) selbst nie Bergmann war. „Als ich 1972 nach Malliß zog, war der Bergbau hier schon beendet“, sagt der Elektroingenieur. Nachdem der inzwischen verstorbene Jochen Bötefür die Idee für dieses Treffen hatte und das erste auch organisierte, hat Wolfgang Hahn – damals Bürgermeister – in den Folgejahren die Organisation gemeinsam mit Gemeindevertretung und Amt übernommen. Kathrin Neumann stellte dem Mallisser die Sonnabendfragen.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Im bin passionierter Angler und deshalb gern am Wasser, egal wo. Das kann der Mallisser Ziegeleikanal genauso sein wie die Müritz-Elde-Wasserstraße oder die Elbe. Ich bin mit der Fischerei großgeworden, wollte wie mein Großvater Fischer werden, durfte es aber nicht.
Wo kann man Sie in Ihrem Wohnort am ehesten treffen?

Meistens zu Hause in der Conower Straße. Dort genießen meine Frau und ich unseren Ruhestand. Man hat aber auch immer etwas zu tun.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe zunächst Facharbeiter für Acker- und Pflanzenbau gelernt. Als Lehrling bekam ich 1956 mein erstes Geld – 30 Mark für einen Monat.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für mein Fahrrad. Es brauchte eine neue Bereifung. Mit dem Rad bin ich immer von Güstrow zum Lehrlingswohnheim in Gülzow gefahren.
Was würden Sie gerne können?
Es wäre schön, wenn ich ein Instrument spielen könnte. Aber ich kann es leider nicht. Umso lieber höre ich unserer 19-jährigen Enkelin zu. Sie kann nicht nur Gitarre und Klavier spielen, sondern auch singen.
Was stört Sie an anderen?
Ungeduld und wenn Leute über etwas diskutieren, von dem sie absolut keine Ahnung haben.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Wahrscheinlich über meinen jüngsten Sohn, der immer sehr lustig ist.
Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?

Was Unvernünftiges? Eine Dummheit war es auf jeden Fall, dass ich mich vor Jahren mal auf einen Menschen eingelassen habe, der mich dann aufs Kreuz gelegt hat. Eine ganz blöde Erfahrung.
Wer ist Ihr persönlicher Held?

Bernhard Lehmkuhl, früherer ehrenamtlicher Bürgermeister der Mallisser Partnergemeinde Velen. Die Art und Weise, wie er dieses Ehrenamt bekleidete, wie er mit den Menschen umgegangen und in seinem Gemeinderat aufgetreten ist, war für mich prägend. Ich habe ihn nicht kopiert, aber Vorbild für meine kommunalpolitische Arbeit war er schon.
Welches Buch lesen Sie gerade?

„Verblendung“ von Stieg Larsson. Sehr spannend.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die Fußball-Bundesliga und Formel-1-Übertragungen. Ich bin kein Fan von irgendeinem Verein, sondern freue mich über gute Spiele. Und wenn mir ein Spiel nicht gefällt, schalte ich weg. Früher habe ich selbst Handball gespielt, war Torwart und später Übungsleiter.
Wo trifft man Sie eher: Bei einem Fußballspiel oder bei einem Wettkampf in der Rhythmischen Sportgymnastik?
Gymnastik kann ich seit meinem Unfall nicht mehr machen – also eher beim Fußball.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Durch meine politische Arbeit habe ich schon viele mich interessierende Persönlichkeiten getroffen, unseren Ministerpräsidenten Erwin Sellering etwa und häufig Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Einen besonderen Wunsch habe ich da nicht.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Deutsche Gerichte. Ich gehe auch mal zum Griechen oder zum Chinesen, aber Bratkartoffeln sind mir lieber. Ich selbst brauche nicht zu kochen, meine Frau kocht fantastisch.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Sehr gefreut habe ich mich über das Navi, das ich von meiner Frau und meinem älteren Sohn zum 70. Geburtstag geschenkt bekam. So ein Gerät ist doch sehr hilfreich. Aber die größten Geschenke waren für mich die Geburten meiner Söhne und dass aus beiden etwas geworden ist.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich bin schon immer dabei, meine Träume zu erfüllen. Ich bin nämlich sehr gern in Skandinavien und in diesem Jahr waren wir in Norwegen zum Angelurlaub. Allerdings war es zu heiß, so dass Seelachs und Dorsch in kältere Gewässer gewandert waren und ich nur Makrelen an Land ziehen konnte. So einen Urlaub würde ich gern nochmal wiederholen – bei anderem Wetter.
Was machen Sie als Rentner?

Nach der Wende habe ich angefangen mich politisch zu betätigen, war Bürgermeister und bin nun Gemeindevertreter. So bin ich sehr viel unterwegs. Es ist also eher ein Unruhestand.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Volker Sielaff, dem neuen Bürgermeister von Malliß.

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