Brandserie geht weiter: Kripo ermittelt

Der Dachstuhl der Villa Gustava an der Grabower Allee wurde ein Opfer der Flammen. Ob es Brandstiftung war, ermittelt jetzt die Kripo.
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Der Dachstuhl der Villa Gustava an der Grabower Allee wurde ein Opfer der Flammen. Ob es Brandstiftung war, ermittelt jetzt die Kripo.

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13. Mai 2013, 06:31 Uhr

Ludwigslust | Erneut brannte es in Ludwigslust - gleich zweimal wurden die Einsatzkräfte am Wochenende zur Brandbekämpfung gerufen. Sonnabendnacht war in einem alten leer stehenden Gebäude in der Garnisonsstraße ein Feuer ausgebrochen. Unbekannte hatten im Kellerbereich nach Angaben der Polizei Hausmüll und eine Tür in Brand gesetzt. Noch während die Feuerwehrkameraden aus Ludwigslust nach Einsatzende ihre Löschtechnik wieder einpackten, kam die nächste Alarmierung: In der Grabower Allee, keine 400 Meter vom Kellerbrand entfernt, stand der Dachstuhl der sich in Privatbesitz befindenden Villa Gustava in Flammen. Bei den Löscharbeiten wurde die Ludwigsluster Feuerwehr von drei weiteren Wehren aus Grabow, Kummer und Techentin unterstützt, die ebenso alarmiert worden waren.

Durch den schnellen Löschangriff konnte ein Übergreifen auf die Villa vermieden werden. In beiden Fällen schließt die Polizei Brandstiftungen nicht aus. Noch während der Löscharbeiten fanden Kameraden der Feuerwehr eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit und übergaben sie den Beamten.

Zum Glück sind bei den Bränden am Wochenende keine Personen zu Schaden gekommen, der Sachschaden am Gebäude kann derzeit aber noch nicht beziffert werden, teilt die Polizei mit.

Auf dem Gelände des kleines Parks, in der die Villa steht, brannte es seit der Wende dreimal in drei Gebäuden. In Ludwigslust registrierte die Polizei innerhalb von zwei Monaten den vierten Brand in einem Gebäude. "Dazu zählen die beiden Brände im Parkviertel in Ludwigslust und die beiden Brände am Wochenende in der Garnisonsstraße und in der Grabower Allee. Durch das rasche Eingreifen unserer Kameraden konnte Schlimmeres verhindert werden", so Gemeindewehrführer Bodo Thees gestern im Gespräch mit der SVZ, der an dieser Stelle den Einsatzkräften aller Wehren ein Lob aussprechen möchte.

Ist in Ludwigslust etwa ein Feuerteufel am Werk? "Wenn mann davon ausgeht, dass bei drei Bränden, die sich innerhalb von sechs Wochen in Ludwigslust ereigneten, die Kripo wegen Brandstiftung ermittelt, könnte man diese Befürchtung schon haben", äußerte Bürgermeister Reinhard Mach gestern gegenüber SVZ. "Aber es wäre falsch, in Panik zu verfallen, wichtig ist es, als Bürger wachsam zu sein, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, die der Sicherheit der Hausbewohner dienen." Dazu gehört auch, wie es die Wohnungsgesellschaft ihren Mietern im Parkviertel ans Herz legt, die Hauseingänge entsprechend zu sichern.

Katja Herbert, Sprecherin der Polizeiinspektion Ludwigslust: "Was die Brandursache in der Villa betrifft, so laufen derzeit die Ermittlungen. Ein unabhängiger Brandsachverständiger war vor Ort, der jetzt auch die brennbare Flüssigkeit aus der am Brandort gefundenen Flasche untersuchen wird." Diese und weitere Ergebnisse werden in sein Gutachten mit einfließen.

Seitens der Polizei werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um der Bevölkerung zu zeigen, dass alles unternommen werde, weitere Straftaten zu unterbinden. Dazu gehört auch eine verstärkte Streifentätigkeit in den beteffenden Wohngebieten.

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