zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 03:21 Uhr

ludwigslust : „Bodyguard“ schützt Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Freiwillige Feuerwehr Ludwigslust führte am Wochenende Ausbildungstag durch / Diesmal stand die Schutzausrüstung im Mittelpunkt

von
erstellt am 13.Apr.2014 | 19:00 Uhr

In ihren silberfarbenen Anzügen ähneln sie eher „Außerirdischen“. Doch im Ernstfall können diese Anzüge Leben retten.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigslust war am Sonnabend Ausbildungstag. Diesmal ging es um die persönliche Schutzausrüstung. Und dazu gehören nicht nur Helm und Atemschutzmaske. Feuerwehrmann Manfred Rieland erläutert: „Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören Feuerschutz-Stiefel, -Hose, -Jacke, -Helm und-Handschuhe. Dazu kommen, je nach Art des Einsatzes, weitere Teile.“

So stehen den Kameraden beim so genannten Innenangriff während der Brandbekämpfung zusätzlich Überhose und Überjacke, Pressluftatemgerät und eine Flammenschutzhaube zur Verfügung. Ganz wichtig ist der „Bodyguard“. Manfred Rieland: „Das ist ein elektronischer Alarmmelder, der im Notfall einen lauten Ton abgibt. Er schaltet sich automatisch ein, wenn der betreffende Feuerwehrmann sich nicht mehr bewegt. Dann wissen seine Kameraden, dass er möglicherweise Probleme hat.“ Schließlich gehört zur Ausrüstung auch noch der schon erwähnte silberfarbene Hitzestrahlen-Schutzanzug. Er sichert den Feuerwehrmann vor extremen Wärmestrahlen.

Zur Ausrüstung gehören auch die Schnittschutz-Hose und -Jacke, die aus einem speziellen Gewebe bestehen. Beide werden angezogen, wenn zum Beispiel umgestürzte Bäume mit der Motorkettensäge zerteilt werden müssen. Manfred Rieland erklärt: „Falls das Sägeblatt ins Gewebe von Jacke oder Hose gerät, wird die Säge sofort blockiert. So können Verletzungen weitgehend ausgeschlossen werden. Am Sonnabend wurde das Anlegen der Schutzausrüstung geübt. Außerdem frischten die Kameraden Kenntnisse über deren Funktion auf.

Erstmals beim Ausbildungstag dabei war Peter Jungen. Der 36-Jährige gehörte früher zur Wehr in Tewswoos. „Ich bin ein Späteinsteiger“, schmunzelt er und sagt weiter: „Ich bin erst vor anderthalb Jahren Feuerwehrmann in Tewswoos geworden. Nun bin ich nach Ludwigslust gezogen und seit Anfang April hier Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Ich finde es gut, Dinge zu lernen, damit man anderen Menschen im Notfall helfen kann.“

Manfred Rieland erklärt das Grundprinzip in der Wehr. „Jeder muss sich auf den anderen verlassen können. Im Einsatz handelt ein Kamerad, sein Nachbar sichert ihn.“ Die Kameradschaft in der Ludwigsluster Wehr beginnt aber nicht erst im Einsatz, sondern schon an den Ausbildungstagen.

Wehrführer Sebastian Meier: „Wir haben einmal im Monat sonnabends von 8 bis 12 Uhr Ausbildungstag. Er beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück.“ Übrigens gibt es einen weiteren Ausbildungstag im Monat, der dienstags von 18 bis 20 Uhr stattfindet. So können Kameraden, die an dem einen Tag verhindert sind, am anderen Tag an der Ausbildung teilnehmen.

Die Ludwigsluster Freiwillige Feuerwehr hat derzeit 39 Mitglieder. Dazu kommen acht weitere Kameraden, die aus anderen Wehren stammen, jedoch in Ludwigslust arbeiten und bei Einsätzen hier mit ausrücken. Übrigens ist die Feuerwehr Ludwigslust kein geschlossener Verein. „Jeder, der Interesse hat, kann zu unserer Ausbildung kommen und auch sonnabends an unserem gemeinsamen Frühstück teilnehmen“, sagt Manfred Rieland. Wehrführer Meier nennt die nächsten Ausbildungstage: „Interessierte sind Dienstag, dem 20. Mai, ab 18 Uhr und Sonnabend, dem 24. Mai, ab 8 Uhr herzlich eingeladen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen