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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 09:04 Uhr

Ludwigslust : Blitzbesuch im Schneckenhaus

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mitglieder des Unternehmerverbandes Mecklenburg-Schwerin e.V. schauten sich im Unternehmen SHA-GmbH in Ludwigslust um

svz.de von
erstellt am 16.Dez.2015 | 18:06 Uhr

Von wegen Schneckentempo! Langsamkeit gibt es nicht im Hause der Siegmund-Henning-Anlagentechnik GmbH, kurz SHA-GmbH. Das Unternehmen stellt zwar seit 1996 Förderschnecken her und ist auch ein Lieferant und Produzent an beiden Unternehmesstandorten Ludwigslust und Warlow für Silozubehör, Mischtechniken und Absperrorgane, eben für angewandte Schüttguttechnologie. Und das bereits auf einer Produktionsfläche von 3000 Quadratmetern, wie Tom Henning, der seit 2000 Geschäftsführer der GmbH ist, jüngst auf dem Unternehmerabend im örtlichen Industriegebiet Dohlsche Tannen zu berichten weiß. Der 42-Jährige führt das Unternehmen seines Vaters, Siegmund-Henning, fort.

Das ist für den Unternehmerverband Mecklenburg-Schwerin e.V. Anlass genug, einen Blick hinter die Kulissen der Firma zu werfen.

„Derzeit beschäftigen wir 44 Mitarbeiter“, sagt Henning im SVZ-Gespräch. Sie seien auch, laut ihres Internetauftritts, Spezialisten für individuelle Förderaufgaben und Fördertechniken. Das bedeute, dass sie sogar Baugruppen individuell für Auftraggeber anfertigen würden.

„Wir legen unseren Schwerpunkt aber auf die Förderschnecken“, sagt Henning weiter. „Sie machen etwa 74 Prozent unseres Produktsortiments aus.“

Die Förderschnecken seien in ganz unterschiedlichen Bereichen der Industrie einsetzbar. Beispielsweise in der Baustoff-, Glas- und Lebensmittelindustrie. Daher biete das Unternehmen auch Feindosierschnecken mit einer Genauigkeit von 0,8 Liter und 1200 Liter pro Minute her. „So entsteht Glas, das kaum verunreinigt, sondern sehr klar ist“, erklärt der gelernte Ingenieur.

Bei der Reifenherstellung seien die richtigen Dosierungen genauso notwendig. „Gerade dort kommt es auf das genaue Einsetzen der verschiedenen chemischen Produkten an“, betont der Firmenchef. Während des Rundgangs zeigt er, wie Förderschnecken im Original aussehen. Die Mitglieder des Unternehmerverbandes staunen nicht schlecht, als sie die 700 Kilogramm schwere Förderschnecke in der Schweißerei erblicken. „Die wird in der Glasindustrie eingesetzt“, verrät Henning. Sie sei für den Transport von Rohglas zur Schmelzwanne zuständig. „Damit stellt man Flachglas, wie Glasplatten für Spiegel oder Bilderrahmen her und Containerglas, als Aufbewahrungsbehälter wie Gurken- oder Trinkgläser“, erklärt er den aufmerksamen Zuschauern. Auf die neugierige Frage hin, wer diese Förderschnecke konstruiert habe, antwortet Tom Henning mit einem kleinen Schmunzeln im Gesicht: „Ich selber, mit meinem ’Schnecken-Know-How’“.

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