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Ludwigsluster Tageblatt

16. August 2017 | 17:18 Uhr

Grabow : Blick ins neue Wasserwerk

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Beim Tag der offenen Tür stellt Zweckverband Ludwigslust Millioneninvestition im Wald zwischen Wanzlitz und Dadow vor

Stefan Lange drückt auf den roten Knopf. Es tutet vernehmlich – Zeichen, dass das Wanzlitzer Wasserwerk offiziell seinen Betrieb aufnimmt. Gebaut ist es bereits 2015 bis Ende 2016. Und es ist auch schon am Netz. Nun aber soll bei einem Tag der offenen Tür am gestrigen Freitag noch einmal das öffentliche Bewusstsein für diese Investition des Zweckverbandes kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Ludwigslust (ZkWAL) geschärft werden. Im letzten Jahr förderte das Werk bereits 880 000 Kubikmeter Wasser. 18 000 Einwohner werden mit dem kostbaren Nass aus Wanzlitz versorgt.

Rund 140 Kinder aus den Grundschulen des gesamten Verbandsgebietes sind genauso nach Wanzlitz gekommen wie Einwohner, Bürgermeister und weitere Offizielle. „Wir wollen der Bevölkerung Dank sagen für ihre Treue zum Zweckverband. An unserem heutigen Tag der offenen Tür können Sie alle sehen, wo unser Wasser herkommt und wie viel Arbeit und Technik dahinter stecken, bis das saubere Wasser aus dem Hahn kommt“, sagt Stefan Lange an die Adresse der Gäste der Veranstaltung gerichtet. Die Leitungen reichen von Wanzlitz bis in die Region um Dömitz auf der einen und von Muchow bis Möllenbeck auf der anderen Seite. Die Investitionssumme beträgt ca. 2,5 Millionen Euro.

Hingucker des Wasserwerkes ist der Reinwasserbehälter. Er gehört zu den Speicheranlagen. Wenn das Rohwasser aus dem Brunnen kommt und im Wasserwerk aufbereitet wurde, tritt es oftmals nicht gleich den Weg zu den Verbrauchern an, weil gerade nicht so viel benötigt wird. Dann wird es hier „zwischengelagert“. Außerdem dient der Trinkwasservorrat im Behälter auch zur Notversorgung bei Störfällen, etwa bei einem Rohrbruch. Der Speicherraum des Reinwasserbehälters aus Stahlbeton umfasst zweimal 1200 Kubikmeter Wasser. Im kommenden Jahr soll dann der alte Behälter abgerissen und das Gelände im Wald zwischen Wanzlitz und Dadow zu Ende gestaltet werden.

Der Bau eines neuen Reinwasserbehälters war laut Aussage des Verbandes dringend notwendig. Der alte Behälter stammt vom Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Eine 2009 durchgeführte Inspektion beweist Sanierungsbedarf. 2012 zeigt sich dann, dass der Behälter so undicht ist, dass Regenwasser eindringen kann. Ein Provisorium ist nötig, indem der Behälter von oben abgedeckt wird. Eine Dauerlösung kann das nicht sein. Eine Sanierung lohnt sich ebenfalls nicht. Also muss ein neuer Reinwasserbehälter her. Ende 2014 kommt der Förderbescheid vom Land. Fast 1,5 Millionen Euro stellt die Schweriner Landesregierung für das Bauvorhaben zur Verfügung.

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erstellt am 29.Apr.2017 | 12:05 Uhr

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