Grabow : Bläserauftritt nach der Christmette

Kurt Düker mit seiner Trompete in luftiger Höhe auf der Plattform unter der Kirchturmspitze.
Kurt Düker mit seiner Trompete in luftiger Höhe auf der Plattform unter der Kirchturmspitze.

Heute um 18 Uhr nach dem Gottesdienst spielt die neu formierte „Grabower Blasmusik“ vor dem Rathaus auf dem Marktplatz

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24. Dezember 2013, 13:00 Uhr

Der Aufstieg dauert nur wenige Minuten. 222 Stufen sind es bis hinauf in die Kirchturmspitze, in rund 65 Metern Höhe bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf die Häuser von Grabow. Kurt Düker ist mit seiner Trompete hier hinaufgestiegen, um an die Zeit zu erinnern, als in Grabow an Heiligabend noch die Turmbläser musizierten und die Menschen auf das Fest der Familie einstimmten. Dass nach dem Gottesdienst am 24. Dezember die Bläser ihren Auftritt hatten, ist eine lange Tradition. Kurt Düker war auch damals schon mit dabei, das war weit vor 1960, als er noch Mitglied der Kapelle Langschmidt war. Das Besondere daran war, dass die Turmbläser dann später ihren Auftritt vom Kirchturm herunter auf den Marktplatz verlegten, am Weihnachtsbaum vor dem Rathaus Aufstellung nahmen und spielten. Als sich dann die Blaskapelle aufgelöst hatte, spielte für drei Jahre zu Heiligabend eine Geigerin, doch die Grabower wünschten sich ihre Bläser wieder zurück.


Alte und neue Weggefährten von Kurt Düker mit dabei


Das ist nun Wirklichkeit geworden und die Grabower Blasmusik wird heute nach der Christmette um 18 Uhr auf dem Grabower Marktplatz spielen. „Denn aktuell sind wir acht Leute in unserer Formation und die passen nicht auf die Plattform unter der Kirchturmspitze“, sagte Kurt Düker im Beisein von Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg und Diakon Christopher Wenzel, der freundlicherweise den Aufstieg möglich machte und voranging.

Die Eldestadt hat also seit dem 1. November wieder eine Blaskapelle. Es gab ja schon einmal Blasmusik in Grabow, präsentiert von der Feuerwehrkapelle Grabow, die sich aber leider vor acht Jahren aufgelöst hatte.

Alte und neue Weggefährten von Kurt Düker haben sich entschlossen, eine neue Kapelle zu gründen: die „Grabower Blasmusik“. Kurt Düker, der auch schon Chef der Feuerwehrkapelle war, fungiert als musikalischer Leiter und ist Trompeter. Zu den weiteren Gründungsmitgliedern gehören Hein Sturm (Tuba), Thomas Leopold (Trompete/Flügelhorn), Marko Düker (Bariton), Ulli Havkost (Tenorhorn) und Andreas Mirow (Flügelhorn). Franz Schreiber sitzt am Schlagzeug.

„Aktuell gehören zur Gruppe acht Mitglieder, mit sieben Mann spielen wir in der Stammbesetzung“, so Kurt Düker. Zu den ersten erfolgreichen öffentlichen Auftritten seit der Gründung im November gehörte das Konzert im Seniorenheim in Grabow, das nicht nur unter den Heimbewohnern, sondern auch bei vielen anderen Einwohnern große Resonanz fand. Musikalisch setzt die Blasmusik neben Polka und Walzer, der Egerländer Musik und traditionellen Stücken auch auf Schlager, Oldies und Jazztitel. Auch Dixieland-Titel gehören zum Repertoire der Grabower Blasmusiker. Musikalisches Verständnis und vor allem die Freude an der Musik sind die Garanten für das Motto der neu ins Leben gerufenen Gruppe. Wenn noch jemand Interesse hat mitzuspielen, kann er sich gern bei Kurt Düker (038756 22578) oder Franz Schreiber (03874 5717222, Mobil 0171 2059340) melden. Im Gemeindehaus Karstädt haben die Blasmusiker einen Übungsraum bekommen. Jeden Mittwoch treffen sie sich dort zur Probe. Personell ist die „Grabower Blasmusik“ gut aufgestellt, jedes Instrument ist glücklicherweise doppelt besetzt. Im Januar 2014 will die „Grabower Blasmusik“ aber erst offiziell so richtig durchstarten.

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