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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 22:42 Uhr

Umwelt : Biosphäre Elbe: Start in Vier

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Biosphärenamt Schaalsee-Elbe offiziell geschaffen / Klärung der Kernzone soll noch im Februar folgen

Boizenburg/Vier Großer Bahnhof gestern Nachmittag im Rathaus: Die Repräsentanten der regionalen Politik haben gemeinsam mit Vertretern von Stiftungen und anderen Verantwortlichen den tatsächlichen Start der neuen Biosphäre Flusslandschaft Elbe vollzogen. Zugleich gab es den Auftakt für den Bau des neuen Verwaltungssitzes in Vier. Dort, auf dem Elbberg, soll bis 2016 mit 1,7 Millionen Euro Landesmitteln ein vorhandenes Gebäude umgebaut werden. Das Ganze hört dann auf den etwas sperrigen Namen „Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe“, die Zentrale bleibt aber im Zarrentiner Pahlhuus. Rechnet man alle Investitionen zusammen, so kommt man auf 4,5 Millionen Euro, die im gesamten Elbebereich bis 2016 investiert werden. Dazu gehört auch die Kasematte der Festung Dömitz.

Für Minister Till Backhaus, der gestern nach Boizenburg eingeladen hatte, ging gestern ein lang gehegter Traum und ein politischer Kampf vorläufig zu Ende. Das Grenzhuus in Schlagsdorf, das Pahlhuus in Zarrentin, das neue Informationszentrum im Boizenburg mit ehrgeiziger Ausstellung im Freien und die Festung Dömitz sollen das Biosphärenband im Norden bilden und vor allem viele Menschen anlocken. Auch das jahrelang strittige Problem der Kernzonen für die neue Biosphäre scheint gelöst. Noch im Februar, so kündigte es Backhaus gestern an, soll der frühere Lübtheener Truppenübungsplatz vom Bund in das so genannte Naturerbe übernommen werden. Die Bundesumweltministerin werde diesen Vertrag wohl persönlich unterschreiben. Auf der gut 6000 Hektar großen Fläche lassen sich zum einen die vorgeschriebenen Kernflächen bestimmen (meist munitionsbelastetes Gebiet). Zum anderen bleibt genügend Fläche übrig, um den Platz mit seiner Heide und den Dünenlandschaften zu erschließen. Und, es wird dann an der Elbe zu keinen sehr großen Einschränkungen für Nutzer und Bewohner kommen müssen.

Noch vor Monaten hatte Backhaus mit Kritikern (Bauern, Jäger, Fischer) der Biosphärenidee im gleichen Saal in Boizenburg gesessen und und versprochen, die konkreten Auswirkungen der Biosphäre so gering und so vernünftig wie möglich zu halten.

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