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Ludwigsluster Tageblatt

20. Oktober 2017 | 14:48 Uhr

Grabow : Bildung von Amtszügen im Blick

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Jahreshauptversammlung der Feuerwehren des Amtes Grabow: Einsatzbereitschaft auch am Tage in ausreichender Stärke aufrechterhalten

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 07:00 Uhr

Auf die Feuerwehrleute in den Wehren des Amtes Grabow ist Verlass, das ehrenamtliche Engagement war auch 2013 auf vielfache Weise zu spüren. Diese Aussagen des Amtswehrführers Bernd Rüsch standen auf der Jahreshauptversammlung im Mittelpunkt des Berichts der Amtswehrführung.

„Viele Höhepunkte und Aktivitäten gab es auch im zurückliegenden Jahr im Amtsbereich der Feuerwehren. Wir nahmen an Veranstaltungen im Kreisverband, im Landesverband und bei einigen Höhepunkten einzelner Feuerwehren teil“, sagte der Amtswehrführer. Es begann mit dem Sportfest der Kinderfeuerwehr in Grabow, es gab den Empfang bei Amtsvorsteherin Kriemhilde Franck, es folgten die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehren im Kreis, eine Kampfrichterschulung des Amtes Grabow und der Amtsfeuerwehrtag in Muchow. Weitere nennenswerte Veranstaltungen waren der Amtsausscheid der Kinderfeuerwehren und der Kreisausscheid der Jugendfeuerwehren. Nicht zu vergessen die Auszeichnungsveranstaltungen verdienter und aktiver Feuerwehrangehöriger mit 40, 50 und 60 Jahren Mitgliedschaft. Aber auch die Seniorenfahrt im Kreis, der Fußmarsch des Kreisfeuerwehrverbandes in Lübtheen, die Herbstübung der Jugendwehren in Grabow, die 20 Herbstüberprüfungen und die eigene Seniorenfahrt der Amtswehrführung auf dem Schaalsee ergänzen die Aufzählung wichtiger Vorhaben im Jahre 2013. „Erstmalig führten wir eine Ausbildung für Motorkettensägen durch, der Kurs wurde von der Berufsfeuerwehr in Schwerin organisiert. Diesen Kurs werden wir auch in diesem Jahr wiederholen, sodass wir einer kontinuierliche Ausbildung gerecht werden“, erklärte Bernd Rüsch.


Im Vorjahr gab es im Amtsbereich 96 Brandeinsätze


Im Amt Grabow gibt es 20 Feuerwehren, davon drei Stützpunktwehren und 17 Wehren mit Grundausstattung. „Wir sind 476 aktive Mitglieder, 81 gehören der Reserve an, 128 Ehrenmitglieder und drei fördernde Mitglieder runden die Statistik ab“, ergänzt Amtsbrandmeister Rüsch. Ebenso arbeiten im Amt sieben Jugendfeuerwehren, die 131 Mitglieder zählen, davon sind 33 Mädchen und 98 Jungen. Drei Kinderfeuerwehren in Grabow, Zierzow und Eldena haben sich im Amt bereits gut etabliert.

Im Jahr 2013 mussten die Feuerwehren des Amtes zu insgesamt 96 Brandeinsätzen ausrücken, hinzu kamen 51 technische Hilfeleistungen. Die Einsätze waren zumeist Kleinbrände wie Container-, Busch- und Wiesenbrände. Aber auch größere Brände wie in Muchow, als ein Einfamilienhaus in Flammen stand, hielten die Feuerwehrleute in Atem. Mehrere Feuerwehren kamen hier zum Einsatz und konnten durch schnelles Handeln größeren Schaden vermeiden.

Zudem mussten einige Strohmieten mit großem Aufwand gelöscht werden oder aber die Kameraden ließen diese unter Kontrolle abbrennen. „Das war hauptsächlich im Bereich Karstädt und wir wollen hoffen, dass der oder die Brandstifter beim letzten Einsatz gestellt wurden und dingfest gemacht worden sind“, ließ sich dazu Bernd Rüsch vernehmen.

Brandmeldeanlagen lösten einige Male Fehlalarm aus. Bei den technischen Hilfeleistungen ging es oft um Verkehrsunfälle, ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich auf der B 5 in Richtung Landesgrenze. Aber die Feuerwehrleute aus den Amtswehren wurden auch gerufen, um Türen zu öffnen, oder um Bäume oder kleinere Äste, die als Sturmschäden auf der Straße lagen, wegzuräumen.

„Aber wir müssen uns auch noch stärker daran gewöhnen, dass immer der Einsatzleiter (Gruppenführer oder Wehrführer) derjenige ist, der zuerst an der Einsatzstelle ist und auch so handeln muss. Dazu gehört es, den Funk richtig zu handhaben, nachfolgende Einheiten richtig einzuweisen, auch bestimmte Aufgaben zu erteilen, Lagemeldungen abzusetzen. Nicht umsonst verweisen wir da auf unsere Dienstvorschrift 100, da steht es exakt geschrieben“, hob der Amtswehrführer hervor. Die Einsatzbereitschaft, so Bernd Rüsch, sei leider durch viele Faktoren beeinflusst und könne nicht zufrieden stellen. Deshalb werde die Bildung von Amtszügen angestrebt, die überörtlich in anderen Ausrückebereichen Hilfe leisten, damit das Amt bei den Aktiven personell nicht unterbesetzt ist.


Brauchen mehr Spezialisten, um alles abzudecken


„Nun wäre zu überlegen, auch innerhalb unseres Amtes am Tage die Einsatzbereitschaft durch solche Züge aufrechtzuerhalten. Aber dies heißt: Wir brauchen mehr Spezialisten, um alles abzudecken. Dies geht bei der Führung los, über Maschinisten und Atemschutzgeräteträger bis hin zu Feuerwehrkameraden mit Sonderausbildung, um die großen Anforderungen bei jedem Einsatz erfüllen zu können.“

Dass Feuerwehrzüge gebraucht werden, habe das Jahr 2013 beim Hochwasser an der Elbe gezeigt, so Bernd Rüsch. „Unsere drei gebildeten Züge waren zehn Tage mit insgesamt 129 Kameradinnen und Kameraden im Raum Dömitz im Einsatz. Dies ergab eine Einsatzzeit von rund 2500 Stunden und das gleiche nochmal in der Abrufbereitschaft. Dafür nochmal an alle Feuerwehrleute mein herzlicher Dank. Dieser Dank gilt auch denen, die die Einsatzabsicherung im Amt aufrecht erhalten haben.“

An diesem Abend wurde nicht nur Bilanz gezogen und neue Vorhaben abgesteckt, es wurden in Anwesenheit des amtierenden Landesbrandmeisters von Mecklenburg-Vorpommern, Dietmar Zgaga, auch die beiden Stellvertreter des Amtswehrführers Bernd Rüsch neu gewählt. Das Vertrauen als 1. Stellvertreter erhielt Wolfgang Krause, 2. stellvertretender Amtswehrführer ist Mirco Madaus.

Anschließend wurden Auszeichnungen auf Amtsebene vorgenommen. Geehrt wurde die Kameradin Heike Lemke aus der Feuerwehr Dadow, ebenso wurde Kamerad Andreas Emken aus Brunow ausgezeichnet.

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