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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 06:29 Uhr

Religion : Bilder einer Spurensuche

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Groß-Laascher Ewald Schmaltz bereitet Fotoausstellung einer außergewöhnlichen Reise nach Israel und Jordanien vor

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Ewald Schmaltz aus Groß Laasch hat sich auf eine besondere Spurensuche begeben. Er ist 2013 zwei Wochen lang zu Stätten in Israel und Jordanien gereist, an denen Jesus von Nazareth als Mensch unterwegs war und das Christentum verbreitete, welches später zu einer der Weltreligionen werden sollte. Es sind heilige Stätten der Christen, die Ewald Schmaltz besuchte. Zum Beispiel den Berg Nebo in Jordanien. Von hier aus hat nach der Überlieferung des Alten Testaments Mose auf das gelobte Land blicken dürfen, bevor er starb. Die Kleinstadt Bethlehem beherbergt Jesu Geburtskirche. Am See Genezareth liegt die überlieferte Stätte, an der Jesus Christus die wundersame Speisung der Fünftausend vorgenommen haben soll (Matthäus-Evangelium).

„Am meisten haben mich die Spuren der Geschichte bewegt“, erzählt der Laascher dieser Tage, als seine Bilder im Versammlungsraum der Gemeinde aufgehängt werden. „Aber auch das Zusammenleben von Israelis und Palästinensern oder der Alltag im muslimisch geprägten Jordanien“, ergänzt Ewald Schmaltz. Auch dieses kennen zu lernen, war Bestandteil der Reise. So besuchten die Teilnehmer eine palästinensische Familie in Bethlehem, die aus ihrer Sicht das durchaus konfliktträchtige Zusammenleben mit den jüdischen Nachbarn schilderte. In Jordanien weilte die Gruppe in einem Camp, das Heimat für muslimische und christliche Jugendliche ist, die hier eine Berufsausbildung genießen. „Aus der Ferne haben wir aber auch die riesigen palästinensischen Flüchtlingscamps gesehen, mit denen Jordanien konfrontiert ist“, sagt Ewald Schmaltz. Bei einer Veranstaltung am 5. November im Versammlungsraum der Gemeinde wird er von seinen Erlebnissen erzählen und Fragen beantworten.

Der Dauerkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist ständig präsent im Heiligen Land. Schwer bewaffnete Soldaten sind allgegenwärtig.

Der Verein Groß Laasch Flexibel veranstaltet nicht zum ersten Mal eine solche Ausstellung. Ferne Länder ins Dorf zu holen, hat sich zu einem Renner entwickelt. „Ob Burma oder vom Nordkap zum Südkap, Namibia, Indien und exotische Weiten mehr, viele Dorfbewohner lieben es, auf diese Weise die Welt kennen zu lernen“, sagt die Vereinsvorsitzende Andrea Weinke-Lau.

Ewald Schmaltz wurde 1949 in Ludwigslust geboren. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Seit 1992 lebt er mit seiner Familie in Groß Laasch. Durch seine Reiseleidenschaft besuchte der studierte Werkzeugmaschinenkonstrukteur mehrmals Spanien, Italien, Großbritannien, Russland und Frankreich. Auch der Westen der USA und Australien waren schon seine Reiseziele. „Die Reise entlang des Jordans war meine bisher kontrastreichste und spannendste. Die Wurzeln von drei Religionen, ihre Koexistenz, aber auch ihre Spannungen zu erleben, ist eine einzigartige Erfahrung, die auch jetzt noch durch den politischen Alltag lebendig ist“, sagt Ewald Schmaltz.

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