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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 18:59 Uhr

Ludwigslust : Bibliothek an der Bushaltestelle

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigslust setzt das Projekt Bücherboxen in die Tat um. Fertigstellung in etwa zwei Wochen. Das Freizeitzentrum hilft mit Sprüh-Workshop

von
erstellt am 03.Sep.2016 | 07:00 Uhr

Die Lindenstadt setzt gerade einen Beschluss der Stadtvertretung um. Schon in etwa zwei Wochen werden fünf Bücherboxen zur Verfügung stehen, vier in der Stadt selbst und eine in Kummer. Vom Fortgang der Arbeiten überzeugten sich gestern Mittag Vertreter der Stadtverwaltung.

Eifrig sind die jungen Sprüher am Werke, der recht tristen ehemaligen Telefonzelle Farbe zu verleihen. Es sind Teilnehmer der Ferienangebote im Freizeitzentrum Zebef. Der 13-jährige Lucas Heschke aus Ludwigslust ist einer von ihnen. Er kommt schon sechs Jahre lang regelmäßig ins Freizeitzentrum. „Wir haben uns im Internet Motive gesucht und dann mit Lötkolben oder Cuttermesser Schablonen vorbereitet“, erzählt er. „Mit dem Lötkolben sind es zwar ein paar mehr Schritte, aber die Schablone wird genauer“, berichtet Lucas weiter.

„Ich bin gespannt, wie die Bücherboxen angenommen werden“, sagt Bürgermeister Reinhard Mach. „Und wie die Meinung darüber sein wird. Es gibt eben Menschen, die gern lesen, andere tun das nicht.“

Für das Projekt hat die Stadt Fördermittel aus dem Leader-Fonds der EU eingeworben. „Seit Frühjahr dieses Jahres liegt der Fördermittelbescheid vor“, so Jens Gröger, der für Tiefbau und Stadtentwicklung zuständige Fachbereichsleiter.

„Das Ganze soll später nach dem Prinzip ,Nimm ein Buch, bring ein Buch‘ funktionieren“, sagt Anke Ballhorn, Fachbereichsleiterin für Kultur in der Stadtverwaltung. Die Bücherboxen werden Tag und Nacht offen sein, erhalten auch Beleuchtung, so dass die Tageszeit keine Rolle spielt, wann die Leseratten aktiv werden.

Eine der Boxen – die gestern besichtigt wurde – steht an der Bushaltestelle Alexandrinenplatz. Sie ist noch recht kahl, was sich in kurzer Zeit ändern wird, wie Jens Gröger versichert. Maler, Tischler und Elektriker müssen noch ans Werk. Dann kann die Box ihrer Aufgabe als Spenderin von Wissen und Unterhaltung gerecht werden. Die Telefonboxen werden in Kummer an der Bushaltestelle „Unter den Eichen“, am Alexandrinenplatz, vor der Kita Parkviertel in der Johann-Georg-Barca-Straße, Am Schlossgarten nahe der Lennéschule und in der Schulstraße neben der Techentiner Grundschule stehen.

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