Ludwigslust : Besuch bei Schutz Suchenden

Sie besuchten die zweite Flüchtlingsunterkunft in Ludwigslust: die Linken-Politiker Gertrud Schulz, Wolfgang Hilgenböker und Jacqueline Bernhardt (vorn v. li.) sowie Gerd Laudon (hinten li.) und Marcel Eggert.
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Sie besuchten die zweite Flüchtlingsunterkunft in Ludwigslust: die Linken-Politiker Gertrud Schulz, Wolfgang Hilgenböker und Jacqueline Bernhardt (vorn v. li.) sowie Gerd Laudon (hinten li.) und Marcel Eggert.

Linken-Politiker schauten sich in der zweiten Ludwigsluster Gemeinschaftsunterkunft am Techentiner Weg um

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22. Juni 2016, 05:00 Uhr

Seit rund vier Wochen gibt es die zweite Flüchtlingsunterkunft in Ludwigslust. Sie befindet sich am Techentiner Weg, dort wo ehemals die Arbeitsagentur ihren Sitz hatte. Kommunalpolitiker der Linken, die sich in verschiedenen Ausschüssen des Kreistages sowie Aufsichtsgremien engagieren, informierten sich am Montagnachmittag über Belegung, Ausstattung und das hier herrschende Klima, nachdem die ersten Asylsuchenden eingetroffen sind. Getragen wird die neue Gemeinschaftsunterkunft von der Berufsbildungsstätte (BBS) Start.

Gegenwärtig sind hier 63 Asylsuchende untergebracht – 17 Frauen, 23 Männer und 23 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren. Sie kommen alle aus Syrien. Ein Mitarbeiter der BBS, von Beruf eigentlich Ingenieur, der ebenfalls aus diesem Land stammt und bereits seit zwei Jahren mit seiner Familie in Parchim lebt, kümmert sich um die Kommunikation derjenigen, die hier ankommen. Die Politiker erfuhren, dass es bislang keine größeren Probleme in der Gemeinschaftsunterkunft gibt, wenn es um das Zusammenleben geht. Wie lange denn die Menschen in der Regel in der Unterkunft blieben, wollte Jacqueline Bernhardt wissen. Sie ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Kreistag und sitzt für ihre Partei auch im Landtag. Jacqueline Bernhardt bewirbt sich am 4. September erneut um ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis 19 (Ludwigslust und Umgebung).

Wie die Hausleiterin informierte, bleiben die Bewohner in der Regel nur wenige Wochen in der Unterkunft, so lange, bis sie offiziell als Asylbewerber anerkannt sind. Wenn sie ankommen, werden sie mit dem Nötigsten, was sie brauchen, versorgt, wovon sich die Gäste bei einem Rundgang durch das Haus überzeugen konnten. Ein metallenes Bettgestell, Matratze, Bettwäsche, ein Spind, einen Topf zum Kochen, Essgeschirr – viel mehr ist es nicht, was die Ankömmlinge erhalten.

Kleinere und größere Räume gibt es, außerdem Gemeinschaftsräume und Sanitärtrakte auf den Fluren. Die Fernsehgeräte in diesen Gemeinschaftsräumen spielen eine große Rolle. Sie dienen zum Beispiel den Kindern als Hilfsmittel, sich auf kindliche Weise in die neue Umgebung einzufügen. Das Thema Spielzeug kam zur Sprache. Gerd Laudon, einer der Politiker, der die Einrichtung besuchte, ist Mitglied des Lions-Clubs und hat die grundsätzliche Bereitschaft erklärt zu helfen. Die Hausleitung wird zum Beispiel eine Aufstellung von Spielzeug machen, das die Einrichtung gebrauchen kann, denn es sind vor allem Familien, die hier untergebracht sind.

Die Gäste haben an diesem Tag auch ganz persönlich gezeigt, dass ihnen die Hilfe für die wirklich Not leidenden Menschen eine Herzensangelegenheit ist. Einige von ihnen hatten von zu Hause Sachen für Babys und Kleinkinder mitgebracht, die sie nun der Einrichtung spendeten.

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