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Ludwigsluster Tageblatt

18. Oktober 2017 | 05:57 Uhr

Spornitz : Bessere Ausbildungsreife erwartet

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kreishandwerkerschaft: 119 Betriebe im Landkreis bieten für junge Leute in diesem Jahr 160 Plätze für Start ins Berufsleben an

svz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 18:00 Uhr

Zum Jahreswechsel waren bei den Handwerksbetrieben im Landkreis Ludwigslust-Parchim 240 neue Lehrverträge abgeschlossen, zehn mehr als Vorjahresvergleich. Das berichtete Kreishandwerksmeister Hans-Werner Mrowiec auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft des Bereichs Westmecklenburg-Süd in Spornitz. Laut aktuellen Umfragen bieten in diesem Jahr 119 Betriebe insgesamt 160 Ausbildungsplätze an. Bei 113 Handwerkern seien außerdem insgesamt 144 Praktikumsplätze vorhanden. Die Kreishandwerkerschaft, so Mrowiec, wolle zudem die Integration von Flüchtlingen unterstützen und für sie Praktikumsplätze anbieten. Die Praktikanten sollen sich aus dem Kreis der etwa 200 minderjährigen Flüchtlingen rekrutieren, die zur Zeit an den drei Standorten der beruflichen Schulen des Landkreises Deutschunterricht erhalten.

Bei den jüngsten Tarifverhandlungen seien die Ausbildungsvergütungen wie zum Beispiel im Elektrohandwerk in einem vernünftigen Umfang angehoben worden. „Im Bauhandwerk jedoch ist die Verhältnismäßigkeit im Vergleich zu anderen Innungen nicht gegeben“, kritisierte der Kreishandwerksmeister. Bereits im dritten Lehrjahr sei im Westen die Ausbildungsvergütung höher als der gesetzliche Mindestlohn von 1360 Euro. „Hier wäre es im Interesse unserer Betriebe richtiger gewesen, die Unterschiede zwischen Azubi Ost und West zu verringern.“ Von der neu gewählten Landesregierung erwarte die Kreishandwerkerschaft, dass sie die Ausbildungsreife der Schulabsolventen steigert. An der Tätigkeit der Gesellenprüfungsausschüsse der Innungen soll es keinerlei Abstriche geben. „Das Prüfungswesen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.“ Dank der Fusionen von Ausschüssen und Kooperationen mit anderen Kreishandwerkerschaften seien die Prüfungsausschüsse auch zukünftig in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Bei den Raumausstattern aber kämpfe der zuständige Ausschuss darum, dass er weiterhin auf Landesebene für die Prüfungen zuständig bleibe. „Außerdem soll es bessere Anreize für Betriebsübernahmen geben.“ Erwartungen setzt das Handwerk laut Mrowiec in diesem Zusammenhang auch auf die Reform des Erbschaftssteuerrechts. „Das Gelingen dieser Reform ist höchst wichtig.“ Erfahrungswerte belegen, dass gut die Hälfte alle Betriebsübergaben innerhalb der Familie erfolgen. „Von der Neugestaltung der Erbschaftssteuer hängt es ab, ob Betriebe weiter bestehen können.“

Bis zum Jahresende steht die Kreishandwerkerschaft vor der Aufgabe, ihre Vertreter für die Wahlen zur Vollversammlung der Handwerkskammer Schwerin zu benennen. „Um unsere Interessen vertreten zu können, ist es wichtig, hierfür geeignete Kandidaten zu finden“, so Kreishandwerksmeister Hans-Werner Mrowiec. Er wurde anlässlich seines 65. Geburtstags zum Ehrenmeister ernannt. 

 

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