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Ludwigslust : Berufsausbildung auf dem Präsentiertisch

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Traditionelle Jobmesse in der Sporthalle des Ludwigsluster Gymnasiums zog viele Besucher an

von
erstellt am 12.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Hendrik Bieber steht in voller Forstarbeitermontur in der Sporthalle des Ludwigsluster Gymnasiums. Ab und zu muss er den Helm mit dem Gehörschutz absetzen, wenn es zu warm wird. Der Azubi im ersten Lehrjahr bei der Landesforst ist am Ausstellungsstand der Behörde eingesetzt, der sich auf dem 20. Berufsstartertag befindet.

Zahlreiche Besucher sind es am Sonnabend, die sich hier orientieren wollen, teils am Rande des Tages der offenen Tür, zu dem am Sonnabend das Goethe-Gymnasium eingeladen hat, teils aber auch gezielt. Ina Teichert aus der zehnten Klasse ist eine von denen, die noch nicht so richtig wissen, was sie werden wollen. Eigentlich interessiert sie sich für Luft- und Raumfahrt. Dazu gibt es aber an diesem Tag hier keine Informationen. Trotzdem schaut sich Ina interessiert um. Man weiß ja nie, vielleicht findet sich ja doch etwas.

Hendrik Bieber hat seinen Beruf gefunden, so scheint es. Der angehende Forstwirt hat auch auf einer Berufsmesse erstmals in das Metier hineingeschnuppert. Es folgten zwei Praktika, der Einstellungstest und schließlich der Lehrvertrag. „Mir gefällt an diesem Beruf besonders, dass man in der Natur ist und körperlich arbeitet. Ich komme vom Lande, wir haben selber zwei Privatwälder“, so der Forst-Azubi.

Am Stand der Stadt Ludwigslust steht Lena Fietkau. Sie ist im zweiten Ausbildungsjahr und wird Verwaltungsfachangestellte. „Ich finde es gut, dass es solche Messen gibt“, sagt sie. „Wenn man einen Beruf ergreifen will, weiß man oft nicht, was einen erwartet, wie das alles abläuft.“ Lena kann den Standbesuchern erklären, wie vielfältig der Beruf des Verwaltungfachangestellten ist, wo sich die Berufsschule befindet, wieviel Geld zu verdienen ist und anderes.

„Betriebe kommen heute an solchen Messen gar nicht mehr vorbei“, unterstreicht Kreishandwerksmeister Hans-Werner Mrowiec, der mit seiner Fensterbaufirma mit zu denen gehört, die am längsten auf der Berufsstartermesse vertreten sind. Das sagt jedenfalls Heike Zachow von der VR-Bank, die gemeinsam mit Kerstin Jasmund von der AOK die Fäden der Organisation in der Hand hält. Waren es ursprünglich vor 20 Jahren rund 20 Aussteller, sind es aktuell 75 geworden. „Wir können als Betrieb sagen, dass wir unsere Auszubildenden über solche Messen bekommen“, bestätigt Mrowiec. Einer lernt bereits, ein zweiter ist im Praktikum und hat signalisiert, auch im Fresenbrügger Betrieb eine Ausbildung aufnehmen zu wollen.

Johannes Löning, Vorstand der VR-Bank, ist zufrieden mit dem Berufsstartertag. „Ursprünglich war das Ziel, uns und unseren Kunden eine Möglichkeit zu schaffen, sich zu präsentieren. Daraus ist im Laufe der Jahre immer mehr geworden, so dass irgendwann die Räumlichkeiten der VR-Bank nicht mehr ausreichten und wir hierher gegangen sind“, so Löning.

 

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