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Ludwigsluster Tageblatt

19. Oktober 2017 | 07:14 Uhr

Ludwigslust : Beruf, Berufung und Hobby

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zu Besuch bei Teilnehmern der traditionellen Pfingstaktion „Kunst Offen“

von
erstellt am 14.Mai.2016 | 14:19 Uhr

„Kunst Offen“ hieß es zu Pfingsten wieder in der Region. Wer sich für die schönen Dinge des Lebens interessiert, konnte auf seine Kosten kommen, denn Künstler und aktive Kunstbegeisterte der verschiedensten Couleur stellten sich vor.

Silvia Salewski fährt jedes Jahr aus der Magdeburger Ecke extra hoch nach MV, um hier „Kunst Offen“ zu genießen. „Es ist einfach interessant, Verschiedenes zu erleben“, sagt sie. Gerade hat sie sich auf dem Kunsthof von Bildhauer Thomas Lehnigk in Kummer umgesehen. Der findet, dass das Interesse an der Aktion „Kunst Offen“ in den letzten Jahren gestiegen ist. Lehnigk ist anspruchsvoll: „Seine Ziele sind einerseits ,Denkanstöße‘ im Hinblick auf das sich selbst und die Natur gefährdende Handeln des Menschen zu schaffen und andererseits Dinge zu gestalten, Skulpturen und Objekte, die das Sein in seiner Schönheit auch zu bejahen im Stande sind und wollen. Das gelingt ihm bisher besonders beeindruckend in seinen für den naturhaften Freiraum konzipierten Stahlobjekten, die auch Licht oder Feuer wirksam einbeziehen“, schreibt zum Beispiel der Kunstwissenschaftler Ulrich Rudolph, der einen Kunsthof bei Zarrentin betreibt.

Eine Autoviertelstunde weiter östlich hat sich Christa Schenk auf viele Kunstinteressierte vorbereitet. Am Zaun empfängt die Besucher eine Galerie von einigen ihrer unzähligen Ölbilder. Christa Schenk hat an diesem Tag auch ihr Sommeratelier geöffnet, um einen Eindruck von der Umgebung zu vermitteln, die sie zum Malen inspiriert.

Seit fast 40 Jahren widmet sich die agile Achtzigerin nun der Malerei. Sie malt sowohl Motive aus ihrer Heimat Neustadt-Glewe – Burgfest-Szenen beispielsweise oder den Burgadel – aber auch Stimmungen und gedankliche Erlebnisse verarbeitet sie mit dem Pinsel an der Staffelei. Insbesondere hat es Christa Schenk die Aktmalerei angetan. „Zweimal im Jahr treffen wir uns, ungefähr zehn Künstler, um uns diesem Thema zu widmen. Schloss Dreilützow ist dafür eine sehr schöne Umgebung“, sagt Christa Schenk. Neben der Möglichkeit, sich auszutauschen, hat das auch einen ganz profanen Aspekt. Aktmodelle haben ihren Preis, und gemeinsam trägt sich der leichter.

Klaus Suckow ist seit vier Jahren in Zierzow zu Hause. Eigentlich stammt der heute 66-Jährige aus Berlin, in Mecklenburg hat er mit seiner Familie ein Refugium gefunden. „Wir fühlen uns wohl hier, auch weil die Leute uns aufgenommen haben“, sagt er, dem seine preußische Herkunft anzuhören ist. – Und auch anzusehen, denn dem Besucher, der auf den Hof kommt, fällt sofort ein Porträt des Reichskanzlers Otto von Bismarck auf, das es gleich in mehrfacher Ausführung gibt, mit den unterschiedlichsten Techniken gemalt.

Warum Bismarck? Klaus Suckow kann es gar nicht genau benennen. Es mag der Charakterkopf sein, versucht er eine Erklärung. Vor allem ist es die Lust am Experimentieren, die den Hobbymaler umtreibt. Zur Zeit ist es Thomas Kinkade, der ihn fasziniert. Der US-amerikanische Maler, der 2012 nur 54-jährig verstarb, bezeichnete sich selbst als „Painter of Light“. Und Klaus Suckow versucht, etwas aus dem Spiel mit Licht und Dunkel zu lernen, indem er Kinkades Bilder nachmalt. Bis ihn eine andere Faszination packt…

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