Ludwigslust : Berg und Baum – Tyler übt Yoga

Balance finden, Gleichgewicht halten: Aluksiana Höhne hilft ihrem Yoga-Schüler Tyler.
Balance finden, Gleichgewicht halten: Aluksiana Höhne hilft ihrem Yoga-Schüler Tyler.

Aluksiana Höhne erklärt beim Kinder-Kurs im Ludwigsluster Zebef, wozu die einzelnen Übungen gut sind

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01. März 2018, 20:45 Uhr

Tyler freut sich, ist schon ganz aufgeregt. In wenigen Minuten beginnt seine zweite Kinder-Yoga-Stunde im Ludwigsluster Zebef. Tyler – ein aufgewecktes Kerlchen – wartet mit seinem Vater bereits oben, im ersten Stock. Gemeinsam mit Ehmi kommt Stefanie Eden vom Zebef die Treppe rauf. Gleich gehts los. Schuhe und Socken werden vor dem Raum ausgezogen. Yoga-Lehrerin Aluksiana Höhne wartet bereits auf ihre Schützlinge. Stefanie Eden wünscht allen viel Spaß. Es dauert nicht lange und sie kommt noch einmal in den Yoga-Raum. Mit Max im Schlepptau. Der Achtjährige will sich ebenfalls beim Yoga ausprobieren.

Seit fünf Jahren unterrichtet Aluksiana Höhne bereits Yoga. „In der heutigen Zeit ist Yoga für Kinder ebenso wichtig wie für Erwachsene“, erklärt die Güritzerin. Das liege an der Reizüberflutung, der Kinder nahezu jeden Tag ausgesetzt sind. „Viele Kinder sitzen heute nur noch vorm Fernseher.“ Das will Aluksiana Höhne ändern – mit Yoga. Einen Partner dafür hat sie gefunden. Das Zebef in Ludwigslust. Hier bietet die 42-Jährige auch Eltern-Kind-Yoga-Kurse an.

Die kleine Runde sitzt mittlerweile auf den Matten. Im Schneidersitz. „Wow Tyler, du sitzt aber gerade. Hast du zu Hause geübt?“, fragt Aluksiana Höhne. Tyler lächelt. Die Füße über Kreuz geschlagen, den Rücken ganz gerade, die Hände locker auf den Knien atmet der Achtjährige tief in die Nase ein und durch den Mund wieder aus. „Atmet ganz tief ein, so dass ihr einen ganz dicken Bauch bekommt“, lautet die Anweisung der Kursleiterin.

Eine besondere Yoga-Stunde erwartet die Kinder. Um die Klangschale in der Mitte des Raumes liegen unzählige Wattebällchen. „Stellt euch vor, es schneit. Wir machen heute eine Schneeflocken-Yoga-Stunde“, erzählt Aluksiana Höhne mit sanfter Stimme. Es kann losgehen. Aluksiana Höhne und ihre Schützlinge sitzen auf ihren Matten am Boden. „Ihr faltet eure Hände vor der Brust“, sagt sie. Ein klangvolles, raumfüllendes „Om“ ertönt. Mit Namasté begrüßen sich die Yoga-Kinder. „Einatmen, die Schultern zu den Ohren ziehen, ausatmen, fallen lassen“, sagt Aluksiana Höhne und macht es vor. Um die Kinder ein wenig aufzulockern, gibts eine Schneeballschlacht. Mitten im Zebef. Auch Aluksiana Höhne macht mit. Wenn allerdings die Klangschale ertönt, dann müssen alle Kinder sofort stehen bleiben. Und zu Eis gefrieren. „Haltet eure Positionen.“ Dann gehts weiter. Tyler, Ehmi, Max flitzen durch den Raum. Wieder ertönt die Klangschale. Wieder bleiben alle stehen, bewegen sich nicht. Noch einmal Schneebälle formen und werfen. Jetzt sind alle locker.

Mal leichtere, mal schwierige Yoga-Übungen, sogenannte Asanas, folgen. Berg und Baum gehören als klassische Übungen dazu. Eichhörnchen, Reh und Hase runden die Stunde ab. Es sind Tiere, die in einem Wald vorkommen – kindgerechtes Yoga eben. „Yoga hilft Kindern, sich besser zu konzentrieren, sich zu entspannen“, erklärt Aluksiana Höhne. Dabei lernen sie nicht nur ihren Körper kennen, sondern auch ihre Grenzen. „Es ist am Anfang nicht wichtig, alles sofort zu können. Es geht darum, sich selbst einzuschätzen, den Körper zu spüren.“ Bei Ehmi, Tyler und Max klappt es schon richtig gut – auch mit dem Entspannen. „Ich wäre beinah eingeschlafen“, erzählt Max nach der Entspannungsübung zum Abschluss.

Dass es ihnen Spaß gemacht hat, erzählen die Kinder anschließend auch Stefanie Eden. Sie würde sich freuen, wenn noch ein paar Kinder mehr zum Kinder-Yoga ins Ludwigsluster Zebef kämen. „Genügend Plätze haben wir in jedem Fall noch frei.“

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