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Training beendet : Bereit für den Einsatz im Kosovo

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Hagenower Grenadiere haben Training für einen neuen Auslandseinsatz abgeschlossen

von
erstellt am 21.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Hunderte Panzergrenadiere haben im Oktober eine wichtige Trainingsetappe als Vorbereitung auf den nächsten Auslandseinsatz erfolgreich absolviert.

Das Ganze fand im Gefechtsübungszentrum in der Altmark statt. Dabei übten die Hagenower Grenadiere zusammen mit Soldaten aus anderen Truppenteilen. Mit dabei waren als besondere Gäste Angehörige des Jägerbataillons 26 aus dem österreichischen Spittal. Gemeinsam übten die Soldaten auf einer Fläche von ca. 15 mal 30 km verschiedenste Einsatzszenarien, um bestmöglich für den Ernstfall ausgebildet zu sein.

Hintergrund der Aktion: Von Dezember 2016 bis Juni kommenden Jahres wird ein deutsch-österreichisches Reservebataillon aufgestellt und in scharfer Bereitschaft gehalten. Im Fall der Alarmierung muss das komplette Bataillon binnen 14 Tagen im Kosovo sein, um die dortigen Kräfte zu unterstützen. Dieses Szenario wäre z. B. im Falle von bürgerkriegsähnlichen Unruhen denkbar. Und genau diese Fälle haben die Grenadiere in dem Gelände nördlich von Magdeburg geübt.

Bei dieser Gelegenheit wurde der Kommandeur des Hagenower Bataillons, Oberstleutnant Jan Friedrich Tilmann auch als Kommandeur des Reserveverbandes offiziell eingesetzt. In der Nat-Sprache wird das Bataillon als ORF-Truppe (Operational Reserve Forces) geführt. Die Hagenower werden vom Dezember bis Ende Juni 2016 den Kern des so genannten Standby-Bataillons mit 420 Mann bilden.

Im Gegensatz zur ersten Ausbildungsstufe, die vor Ort auf dem Bataillonsübungsgelände nahe Hagenow stattfand, wird im Gefechtsübungszentrum nicht scharf geschossen. Dort kann der Einsatz von Waffen über Laser-Spiegel-Kombinationen einsatznah simuliert werden.


Polizeiähnliche Einsätze wurden geübt


Doch der Schwerpunkt der zweiten Ausbildungsstufe lag ohnehin darin, auf den Einsatz von Schusswaffen zu verzichten. Und so wurden vor allem polizeiähnliche Einsätze geübt, bei denen z. B. aggressiv auftretende Menschengruppen in Schach gehalten werden können.

Für das in Auslandseinsätzen überaus erfahrende Hagenower Bataillon wäre es nicht der erste Kosovo-Einsatz. Und verglichen mit den Kampferfahrungen, die viele längerdienende Soldaten in Afghanistan sammeln mussten auch deutlich weniger gefährlich.

Der Hagenower Verband verfügt vergleichsweise über eine sehr hohe Zahl von Soldaten, die vier Jahre oder länger dabei sind. Durchschnittlich kommt die Truppe auf eine Dienstzeit von 7,8 Jahren, auf die sich die Soldaten verpflichtet haben. Dazu kommt, dass das Unteroffizierskorps auch auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen kann. Kommandeur Tilmann hatte seinen Leuten schon in der ersten Etappe bescheinigt, trotz aller Erfahrungen mit hohem Ehrgeiz in die Kosovo-Ausbildung gegangen zu sein.

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