Techentin : Bekannte Gesichter auf alten Fotos

Andrea Beyer und ihr Vater Roland suchen auf den alten Fotos in der Alten Schule nach bekannten Gesichtern.
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Andrea Beyer und ihr Vater Roland suchen auf den alten Fotos in der Alten Schule nach bekannten Gesichtern.

Ausstellungen, Programme von Kindern, Spiele und vieles mehr zur Jahrfeier in Techentin

svz.de von
12. Juli 2015, 17:32 Uhr

„Guck mal, Frau Kallmann. Sie hat Handarbeit und Erdkunde unterrichtet.“ Andrea Beyer zeigt auf ein Bild, das – neben vielen anderen – an einer Wand in der Begegnungsstätte „Alte Schule“ in Techentin hängt. „Und da ist Jörg. Dann finde ich mich bestimmt auch noch“, sagt die 54-Jährige und lässt ihre Augen weiter über die Fotos wandern. Sie ist extra aus Owschlag (bei Rendsburg) angereist, um beim Festtag zu 490 Jahren Techentin dabei zu sein. Schließlich hat sie im Ort rund 20 Jahre ihres Lebens verbracht. „Hier in diesem Raum saß ich an meinem ersten Schultag“, erklärt Andrea Beyer. „Das war 1967. Ich hoffe, dass ich heute den einen oder anderen aus meiner Schulzeit treffe.“

In mehreren Ausstellungen gewährten die Techentiner zur Jahrfeier am Sonnabend Einwohnern und Gästen einen Einblick in die Geschichte ihres kleinen Ortes, der so klein gar nicht ist. „Zur Zeit der Eingemeindung nach Ludwigslust 1972 lebten hier mehr als 1000 Menschen, jetzt sind es sogar 2000“, hatte Günther Warnke, der letzte Bürgermeister der eigenständigen Gemeinde Techentin, kürzlich erklärt. Mehrere Eigenheim-Gebiete hatten nach der Wende für kräftigen Zuzug gesorgt. Die Feier zum 490. „Geburtstag“ des 1525 erstmals urkundlich erwähnten Techentins wollte man nutzen, um möglichst viel historisches Material zusammenzutragen und zu sichern.

Das älteste Schülerbild in der Ausstellung stammt von 1907. „Da gab es in Techentin sogar zwei Schulen mit extra Lehrern“, erklärt Hartwig Koß. Ihm gehört die „Alte Schule“, in die er 1968 selbst eingeschult worden war. „Sie ist 1830 als Schule im damals typischen Stil gebaut worden. Links war der Klassenraum, rechts die ,Gute Stube’ des Lehrers und oben schlief der Hilfslehrer“, erzählt er.

Nicht nur Fotos und Ausstellungen sollten am Sonnabend dafür sorgen, dass sich die Besucher beim Familientag wohlfühlen. Programme von Kita, Schule und Chor, Spielstationen, Vorführungen der freiwilligen Feuerwehr, Festveranstaltung im großen Zelt und, und, und. Die Techentiner hatten so viel auf die Beine gestellt, dass der Festtag auch einer großen Jubiläumsfeier würdig gewesen wäre. Die Probe für eine mögliche 500-Jahr-Feier in zehn Jahren ist also gelungen.

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