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Ludwigsluster Tageblatt

13. Dezember 2017 | 00:31 Uhr

Ludwigslust : Beim Aktionstag „die Ruhe weg“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Info-Stand und Gespräche mit Mitgliedern der „BI Tempo 30 beruhigt“ am Tag gegen den Lärm am 30. April auf dem Alexandrinenplatz

von
erstellt am 23.Apr.2014 | 10:59 Uhr

Richard Ricke hat es im Bild festgehalten und seine Vermutungen geben ihm recht: Auf den Fotos, die das Mitglied der „BI Tempo 30 beruhigt“ in der Nacht mit seiner Kamera geschossen hat, fährt kein Lkw unter 30 km/h - immerhin ist hier seit Ende vergangenen Jahres in der Zeit von 22 bis 6 Uhr für die schweren Brummer diese Geschwindigkeit verbindlich. Das mobile Tempomessgerät in der Wöbbeliner Straße, nahe des Hauses Nr. 4, wo Richard Ricke wohnt, hat das unmissverständlich angezeigt. Zudem ist es für ihn unverständlich, dass das Gerät allen Lkw-Fahrern, die unter 50 km/h fahren, noch ein grünes „Danke“ mit auf den Weg gibt - obwohl sie ja eigentlich 30 km/h fahren müssten! Dieter Baarck aus der Wöbbeliner Straße 6, mit Werner Oeding einer der beiden Sprecher der BI, erfuhr auf Anfrage bei der Herstellerfirma des Tempomessgeräts, dass eine entsprechende Programmierung möglich wäre, die das grüne „Danke“ für die Lkw unter 50 km/h nicht mehr anzeigen würde, so Dieter Baarck. Der BI-Sprecher hatte das und vieles andere mehr in seinen Ausführungen vor den Mitgliedern des Verkehrsausschusses der Stadt Ludwigslust zur Sprache gebracht. Die Initiativen und Forderungen der BI in den letzten zwei Jahren führten zur Sensibilisierung der Bürger und Behörden für das Thema Verkehrslärm auf den Bundesstraßen B 5, B 106 und B 191 durch die Stadt Ludwigslust. Mit Hilfe von Verkehrszählungen und und Lärmmessungen am Tage und in der Nacht durch das LUNG (Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie) an diesen Bundesstraßen wurde aufgezeigt, dass die Grenzwerte hinsichtlich Lärmpegel und Geschwindigkeit sehr oft überschritten werden. Daraufhin wurde in der Käthe-Kollwitz-Straße bis zur Kreuzung Neustädter Straße Tempo 30 für Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen eingeführt, auch unter Beachtung des technischen Zustandes der Hochbrücke. Die weitere Umsetzung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 nachts von 22 bis 6 Uhr in der Wöbbeliner Straße war ebenfalls das Ergebnis zu hoher Lärmpegel aus den Messungen durch das LUNG aus Güstrow.

Die Bürgerinitiative plant auch in diesem Jahr weit reichende Aktionen gegen den Verkehrslärm, so monatliche Fahrradtouren durch die Stadt. Als nächsten wichtigen Termin sehen die Mitglieder der BI „Tempo 30 beruhigt“ den bundesweiten Aktionstag gegen den Lärm an, der in diesem Jahr zum 17. Mal unter dem Motto „Die Ruhe weg“stattfindet und an dem auch die BI in Ludwigslust auf sich und ihre Tätigkeit aufmerksam machen will. „Wir laden zu einer Info-Veranstaltung auf den Alexandrinenplatz ein, haben uns dazu auch viele Politiker eingeladen. Wir wollen den Leuten anhand von Fotos und Info-Tafeln sowie im Gespräch mitteilen, was wir als Bürgerinitiative schon erreicht haben und was wir noch anpacken wollen “, sagte BI-Sprecher Werner Oeding gegenüber SVZ. Und erwähnt in diesem Zusammenhang, dass die BI am 8. Werkstattgespräch des Verkehrsministeriums Ende Januar in Rostock teilgenommen hat. Dort haben die Ludwogsluster ihre Forderungen in die erarbeiteten Leitlinien zum Verkehrslärm eingebracht, die als Grundlage bei der Aufstellung der Lärmaktionspläne II der Kommunen gelten werden.

An diesem Tag gegen den Lärm am 30. April erhalten die Mitglieder von „Tempo 30 beruhigt“ auch Unterstützung von der BI aus Neu Gülze, wo Frank Ahlers und seine Mitstreiter seit Jahren gegen den Lkw-Verkehr auf der B 5 und seine Auswirkungen kämpfen. „Wir wollen an diesem Aktionstag zeigen, dass es wichtig ist, sich mit der umfangreichen Problempalette des Lärms nicht nur zu beschäftigen, sondern auch energisch etwas dagegen zu tun. Deshalb freuen wir uns auch über neue Mitstreiter“, erklärt Werner Oeding.

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