Lübtheen : Behörden sperren Ex-Schießplatz

Über 40 Hinweisschilder werden
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Ab 1. Dezember gilt absolutes Betretungsverbot auf ehemaligem Truppenübungsplatz Lübtheen. Verordnung gilt vorerst bis Ende 2016

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23. November 2015, 19:50 Uhr

Nun ist es amtlich. Auf dem gesamten Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lübtheen gilt ab 1. Dezember generelles Betretungsverbot. Es ist offiziell verboten, die Flächen zu betreten, zu befahren, auf ihnen zu reiten oder Tiere auf dem Platz laufen zu lassen, heißt es in der beschlossenen Verordnung, die gestern von den vier Ordnungsbehörden unterschrieben wurde.

Auf Grund der langjährigen Nutzung des Platzes als militärisches Übungsgelände ist auf dem gesamten Gebiet von einer erheblichen Kampfmittelbelastung auszugehen. Das bestätigten auch erste Untersuchungen des Munitionsbergungsdienstes in MV.

„Das Betretungsverbot wird durch entsprechende Beschilderungen kenntlich gemacht“, erklärt Ronny Schult, Ordnungsamtsleiter des Amtes Dömitz-Malliß und Mitglied der Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunft des Truppenübungsplatzes befasst. Die Missachtung dieser Verordnung kann mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Seit dem Rückzug der Bundeswehr vom Truppenübungsplatz im Oktober 2013 ist das Bundesamt für Immobilienaufgaben Eigentümer der Flächen. „Unsere Aufgabe ist für die öffentliche Sicherheit erstens das Betreten der Flächen und zweitens den Waldbrandschutz zu kontrollieren“, erklärt Andreas Wolters von der Bundesforst. „Als Übungsplatz war die Beseitigung nicht erforderlich, da kein öffentliches Betreten möglich war“, so Wolters. Durch den Rückzug der Bundeswehr habe sich die Nutzung der Flächen jedoch geändert und eine Kampfmittelbeseitigung sei nun nötig. „Im Januar 2016 wird es weitere Ergebnisse geben“, betont Andreas Wolters. Das absolute Betretungsverbot gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2016. „Das ist schön zu hören, dass vielleicht erste Teile wieder entlassen werden können“, sagt Lübtheens Bürgermeisterin Ute Lindenau in Bezug auf die Zwischenergebnisse weiterer Untersuchungen des Munitionsbergungsdienstes. „Wir alle haben den Wunsch, an unseren Zielen weiterarbeiten zu können.“ Lübtheen möchte nach Möglichkeit eine sanfte Nutzung im Bereich des Natur-Aktiv-Tourismus, vor allem in den Randgebieten, schaffen.

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