Ludwigslust : Begonnenes zu Ende führen

Ein Lieblingsplatz in Ludwigslust: Reinhard Mach sitzt gern vor der Alten Wache, um den Blick auf Schloss, Kaskaden und Stadtkirche zu genießen.
Ein Lieblingsplatz in Ludwigslust: Reinhard Mach sitzt gern vor der Alten Wache, um den Blick auf Schloss, Kaskaden und Stadtkirche zu genießen.

Bürgermeister Reinhard Mach stellt sich am 27. Mai erneut zur Wahl. In seiner Freizeit fährt er gern Motorrad, Fahrrad und Ski

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05. April 2018, 10:14 Uhr

„Weil ich noch viel vorhabe.“ Diesen Satz sagt Reinhard Mach derzeit häufiger – sobald er gefragt wird, warum er noch einmal Bürgermeister werden möchte. „In den vergangenen acht Jahren haben wir in der Stadt gemeinsam eine Menge in Bewegung gesetzt, das noch nicht zu Ende geführt ist“, schiebt der Amtsinhaber im SVZ-Gespräch nach. „Würde ich jetzt gehen, hätte ich ein bisschen das Gefühl, mich aus der Verantwortung zu stehlen.“

Gerade bei langwierigen Prozessen bestehe die Gefahr, dass sie nicht vollendet werden, wenn Beteiligte ausscheiden. Zu den Dingen, die noch zu erledigen seien, zählt Reinhard Mach alles rund um das Verkehrskonzept, inklusive Tunnelbau, die Städtebauförderung, die Investitionen in die Schulen, die wirtschaftliche Entwicklung an der A 14 und die Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg. Abgesehen davon habe er einfach noch Spaß an der Arbeit und könne sie gut leisten. „Und Themen, die speziell junge Menschen betreffen, können wir auch“, ergänzt Reinhard Mach, auf seine 62 vollendeten Lebensjahre angesprochen, und zählt auf: WLAN-Versorgung in der Stadt über ein gemeinsames Leader-Projekt mit Grabow, Ausstattung der Lenné-Schule für netzunterstützten Unterricht und der Breitbandausbau. „Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Bundesregierung schnelles Internet mit einer Übertragungsrate ab 1 Gigabyte definiert“, so Mach. „Dann wäre VDSL raus gewesen.“

In kommunalen Verwaltungen ist Reinhard Mach seit 1991 tätig. Der Diplomagraringenieur war er eher unbeabsichtigt dorthin gekommen. Als er 1990 für das Neue Forum im Kreistag saß, war er gefragt worden, ob er nicht Jugendamtsleiter werden wolle. „Weil ich noch sehr jung war“, so Mach. Mut, diese Aufgabe zu übernehmen, hatte er auch aus seiner vorherigen Tätigkeit gezogen. „1988 wurde ich Vorsitzender der LPG Tierproduktion in Lüblow und das, obwohl ich Pflanzenproduktion studiert hatte.“ Zudem sei die Arbeit in der Verwaltung nach der Wende ja für alle Neuland gewesen. Bis zu seiner Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2010 blieb Reinhard Mach, der in Greifswald geboren, aber in Thüringen aufgewachsen ist, beim Landkreis. In dieser Zeit wurde er viermal zum Beigeordneten des Landrats gewählt – auf Vorschlag von vier verschiedenen Parteien bzw. Wählergruppen. Selbst habe er nie ein Parteibuch gehabt. „Bei dem, was ich tue, kann man sicher nicht unpolitisch sein, aber Parteipolitik erfordert es nicht zwingend.“

Die Stadt Ludwigslust hält Reinhard Mach, der in Weselsdorf lebt, für einmalig. „Es gibt nichts Vergleichbares. Wir haben das Glück, dass Ludwigslust noch nicht so alt ist, so dass noch viel historische Substanz erhalten und gestaltbar war und ist“, so der Vater zweier erwachsener Kinder. „Und die Menschen hier sind dankbar für das Positive, das nach der Wende geschaffen wurde.“ Auf sie sei Verlass, ergänzt er mit Blick auf die Friedensgebete 2015/16 und zum Beispiel die Arbeit des ökumenischen Helferkreises.

Wenn Reinhard Mach nicht als Bürgermeister aktiv ist, fährt er gern Motorrad, macht Radtouren mit seiner Frau und fährt mit der ganzen Familie Ski. „Familie ist mir sehr wichtig. Deshalb lasse ich mir auch immer etwas Besonderes einfallen, wenn meine beiden Enkelkinder zu uns kommen“, so Mach.

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