Neustadt-Glewe/Wittenberge : Beginn einer Schulfreundschaft

Christiane Warncke (l.) übergab Kerstin Schulz ein Buch über die Lewitz und eine Dokumentation der Goethe-Schule.
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Christiane Warncke (l.) übergab Kerstin Schulz ein Buch über die Lewitz und eine Dokumentation der Goethe-Schule.

Die Klasse 3 b der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ Neustadt-Glewe besuchte gestern Altersgefährten in Wittenberge

svz.de von
05. März 2014, 16:53 Uhr

Wenn die Mädchen und Jungen aus der 3b von der Goethe-Grundschule in Neustadt-Glewe einen Ausflug nach Wittenberge machen und hier in der Jahn-Grundschule ihre Altersgefährten aus der 3a treffen, dann ist das auf jeden Fall ein Erlebnis für die Kinder. Aber für die beiden Schulen kann es auch der Beginn einer Freundschaft sein, die für die Brandenburger wie auch für die Mecklenburger Einrichtung von Vorteil ist, weil man sich über Ländergrenzen austauschen kann. So sagten es gestern die Wittenberger Schulleiterin Kerstin Schulz und die stellvertretende Schulleiterin Christiane Warncke.

Der Besuch der Neustädter kam durch kollegiale und auch persönliche Kontakte zustande, erklärt die Wittenberger Klassenlehrerin Ramona Schneider. Morgens stellte man sich natürlich erst einmal gegenseitig vor, dann wurde gefrühstückt. Sport stand auf dem Programm und ein Besuch in der Wittenberger Schwimmhalle. Die gibt es in Neustadt-Glewe nämlich nicht. Die Wittenberger Grundschüler kommen in den komfortablen Genuss, dort regelmäßig Schwimmunterricht zu erhalten.

Die kleinen Mecklenburger hingegen konnten von ihrem Unterricht in Plattdeutsch erzählen, für den es sogar Zensuren gibt. Das kennen die Brandenburger nicht.

„Es ist auf jeden Fall nutzbringend, wenn man sich über Ländergrenzen austauscht, was wie in dem anderen Bundesland gemacht wird“, ist die elbestädtische Schulleiterin überzeugt. Christiane Warncke aus Neustadt-Glewe stimmt zu. Zwar trennen die Schulen nur 60 Kilometer, aber auch eine Landesgrenze. Und Bildungspolitik ist in Deutschland Ländersache. Deshalb gibt es doch deutliche Unterschiede. Das spürten auch die die Klassen begleitenden Eltern im Austausch untereinander. Wie Elternarbeit an der Schule in Neustadt-Glewe und an der Jahnschule funktioniert, war dabei auch ein Thema. Ellen Gutschmidt, ihr Sohn Dennis besucht die Wittenberger 3a, ist als Mutti Mitglied in der Schulkonferenz. Sie sagt, dass sie Begegnungen wie die gestrige nur begrüßen kann. „Wegen der Kinder, die – wenn sie etwas aufgetaut sind – sich gegenseitig etwas von ihrer Schule erzählen, aber auch für uns Erwachsene.“

Die Klassen und die Schulen werden nach der ersten Begegnung gestern auf jeden Fall in Kontakt bleiben. Die 3a aus Wittenberge ist zu einem Besuch in Neustadt-Glewe eingeladen.

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