Ludwigslust/Schwerin : Bautrupps in Kummer und Eldena

Bau der A 14 und Sanierung der B 191 in Alt Brenz gehen weiter. Weitere Baustellen kommen in Kummer, Eldena und bei Glaisin hinzu.
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Bau der A 14 und Sanierung der B 191 in Alt Brenz gehen weiter. Weitere Baustellen kommen in Kummer, Eldena und bei Glaisin hinzu.

Ortsdurchfahrten der L 07 werden ab Ende Mai ausgebaut. Zwischen Glaisin und Bresegard bekommt Straße eine neue Deckschicht

svz.de von
20. März 2014, 07:00 Uhr

Baufahrzeuge werden in Eldena und Kummer in diesem Jahr das Bild bestimmen. Das Straßenbauamt Schwerin will dort die Ortsdurchfahrten der Landesstraße 07 sanieren. Andere Dörfer müssen dagegen weiter auf den ersehnten Ausbau warten.

Rund 4,2 Millionen Euro steckt das Straßenbauamt Schwerin in diesem Jahr in den Um- und Ausbau von Landesstraßen. Weitere 7,4 Millionen Euro sind für Erhaltungsmaßnahmen eingeplant. Das klingt nach großen Summen, sind es im Straßenbau aber nicht wirklich. Ein Beispiel: Allein für die rund 770 Meter Ortsdurchfahrt in Eldena sind Gesamtkosten von etwa 900 000 Euro eingeplant. So werden auch in diesem Jahr nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen.

Eldena: Ende Mai/Anfang Juni sollen die Bauarbeiten in Eldena beginnen. Dort besteht die Fahrbahn zum Teil noch aus Kopfsteinpflaster. Künftig wird es eine 6,50 Meter breite Asphaltdecke sein. „Der Gehweg wird im Mittel 1,50 Meter breit gebaut“, erklärte Wilfried Schubert, Dezernatsleiter beim Straßenbauamt Schwerin. Mehr sei aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich, um nicht noch mehr Bäume abnehmen zu müssen. Rund 20 Bäume sind – mit entsprechender Genehmigung – bereits gefällt worden. „Die Fertigstellung der Ortsdurchfahrt Eldena ist für den Spätherbst geplant.“

Kummer: In Kummer werden sich die Bauarbeiten bis in das kommende Jahr hinziehen. Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes ist für den Spätsommer 2015 geplant. „Die Planung haben wir so ausgerichtet, dass wir möglichst wenige Bäume abnehmen lassen müssen“, betonte Wilfried Schubert. Am Ende waren es nur zwei.

Für die Bauarbeiten, die ebenfalls Ende Mai/Anfang Juni beginnen sollen, wird die Ortsdurchfahrt voll gesperrt. Die Umleitung soll von der B 5 über die K 34 (Richtung nach Warlow) und Picher zurück auf die B 5 führen. Für Anwohner sei die Zufahrt jedoch immer gesichert. Auch in Kummer wird die Fahrbahn auf 6,50 Meter Breite gebracht. Rund 1,1 Millionen Euro steckt das Straßenbauamt Schwerin in dieses Vorhaben. Hinzu kommen die Kosten für den Gehweg, die die Stadt tragen muss, zum Teil aber auf die Anlieger umlegt.

Bresegard b. Eldena: Die marode Landesstraße in Bresegard ist zwar offenbar ein Dauerthema im Straßenbauamt, der Ausbau allerdings nicht in Sicht. „Wir haben erhebliche Probleme mit den Bäumen“, wiederholte Wilfried Schubert einen bekannten Fakt. „Deshalb haben wir ein Gutachten über die Vitalität der Bäume in Auftrag gegeben.“ Das Gutachten solle demnächst vorliegen. Anhand der Ergebnisse wird geschaut, wie die Ortsdurchfahrt so gebaut werden kann, dass ein Minimum an vitalen Bäumen weichen muss. Fakt scheint im Moment nur eines: Alle Bäume zu fällen, ist genauso unrealistisch wie die Variante, beide Baumreihen komplett stehen zu lassen. Sollte mit den Naturschutzverbänden in puncto Baumfällungen keine Einigkeit hergestellt werden können, wird es auf ein – zeitaufwendiges – Planfeststellungsverfahren hinauslaufen. Bauzeitpunkt also völlig offen.

Balow: In Balow sieht es nicht anders aus. Dort muss eine Reihe Robinien weichen. Eine erste Planung für den Ausbau der Straße gab es bereits, sie muss aber nach Hinweisen vom Naturschutz angepasst werden. Fällgenehmigungen liegen nach Aussage Wilfried Schuberts noch nicht vor.

Glaisin-Bresegard: Gute Nachrichten für Autofahrer zwischen Glaisin und Bresegard. Ab Mitte Juni soll dort die Deckschicht der L 07 im Rahmen der Straßenerhaltung erneuert werden. Ob unter Einbeziehung des seitlichen Sommerweges, steht noch nicht fest.


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