Ludwigslust : Baustart für Pendlerparkplatz

Vor Ort zur ersten Bauberatung: Fachbereichsleiter Jens Gröger (li.) und Bauleiter Reinhard Schlag. Fotos: kahe
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Vor Ort zur ersten Bauberatung: Fachbereichsleiter Jens Gröger (li.) und Bauleiter Reinhard Schlag. Fotos: kahe

Am Bahnhof entsteht Park- and Ride-Anlage für 183 Autos / Nach Abbruch und Baumfällung kommt Munitionsbergung / Einweihung 2015

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21. November 2014, 07:00 Uhr

Die alte Bahnrampe ist schon verschwunden. Heute beginnen die Abrissarbeiten an der ehemaligen Paketsortierhalle. Männer in Schutzanzügen werden hier auf einer Hebebühne die Asbestplatten vom Dach holen, bevor auch dieses Gebäude eingerissen wird.

Spätestens Weihnachten soll auf dem Gelände links neben dem Bahnhof nichts mehr an die alte Post erinnern. Die Stadt schafft auf dem etwa 5000 Hektar großen Areal Baufreiheit für einen Pendlerparkplatz. 183 Fahrzeuge sollen hier Platz finden. Geplant sind auch 14 Motorradstellplätze und ein großzügiger Fahrradunterstand für 90 Räder. Jens Gröger, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, freut sich auf dieses Projekt: „Wir werden hier prima vom Land unterstützt“, sagt er. „Der Fördermittelbescheid ist noch gar nicht da. Trotzdem erteilt uns das Energieministerium die Genehmigung für einen vorzeitigen Baubeginn.“ Ludwigslust brauche diesen Platz dringend. Im Wohngebiet und vor dem Bahnhof herrscht oft Parkchaos. „Wir haben im Vorfeld hier täglich bis zu 300 geparkte Autos gezählt. Viele stehen ungeordnet auf zum Teil unbefestigter Fläche.“

Die ICE-Anbindung nach Berlin und Hamburg und der regelmäßige Regionalzugverkehr nach Parchim, Schwerin und Hagenow macht den Bahnhof für Pendler aus dem näheren Umfeld bis Dömitz und Parchim attraktiv.

Der neue Parkplatz wird über die Rudolf-Tarnow-Straße erreichbar sein und einen direkten Zugang zum Bahnsteig 1 haben, auf dem der ICE Richtung Berlin hält.

Ob der Parkplatz schon wie geplant im nächsten Jahr freigegeben wird, hängt von der Arbeit des Munitionsbergungsdienstes ab. Der Bahnhof war Ziel des Bombenangriffs im Februar 1945. Auf Luftbildaufnahmen habe man etliche Einschlagtrichter genau dort gesehen, wo jetzt der Parkplatz gebaut werden soll, sagt Marian Timpe von der Bauüberwachung für den Abriss. „Keiner weiß, ob die Bomben wirklich alle hochgegangen sind.“

Der Munitionsbergungsdienst wird in zwei Wochen mit den ersten Sondierungen beginnen. Die eigentliche Kampfmittelberäumung ist ab Januar geplant. Zurzeit werden die Bäume und Hecken auf dem wilden Parkplatz unterhalb der Ruinen abgenommen. Der Platz ist während der Baumfällungen gesperrt.

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