zur Navigation springen

Ludwigslust : Baustart für Mehrzweckhalle anvisiert

vom

Noch diesen Sommer könnten die Bauarbeiten an der neuen Mehrzweckhalle in der Techentiner Straße beginnen. Ludwigslust verfolgt seit Jahren die Strategie, ihre Sportstätten dort zu konzentrieren.

svz.de von
erstellt am 12.Jun.2013 | 07:06 Uhr

ludwigslust | Die Tatsache, dass Innenminister Caffier in dieser Woche in Ludwigslust zwei Förderbescheide für den Neubau einer Mehrzweckhalle mit Funktionsgebäude übergab (SVZ berichtete), hat das Projekt wieder in den Blickpunkt des Interesses gerückt. 300 000 Euro stellt das Innenministerium als Sonderbedarfszuweisung zur Verfügung und 500 000 Euro aus der Sportstättenförderung. Die Halle soll vorrangig für den Vereinssport der Sportgemeinschaft SG 03 Ludwigslust/Grabow und für den Schulsport genutzt werden. Insgesamt wird das Projekt etwa eine Million Euro kosten.

Wann richtig mit dem Bau an der Techentiner Straße begonnen werden kann, ist noch nicht klar. Matthias Belke, der sich gemeinsam mit Holger Brandes und Björn Kasch für das Projekt in die Bresche wirft, wagt eine vorsichtige Schätzung und bringt den Sommer dieses Jahres ins Spiel.

Projekt wird seit über fünf Jahren verfolgt

Mittlerweile sind es über fünf Jahre, in denen dieses Projekt verfolgt wird. Die dazu nötigen Vorarbeiten werden von den Initiatoren ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit bewältigt. Das hat schon schlaflose Nächte gekostet. Pläne werden geschmiedet und wieder verworfen oder zumindest angepasst, Fristen müssen eingehalten werden.

Immerhin ist ein Etappenziel bereits erreicht: Der ebenfalls zu dem Projekt gehörende Kunstrasenplatz, über den sich besonders die jungen Fußballer freuen, wurde bereits seiner Bestimmung übergeben.

Bauherr des Gesamtvorhabens ist die Sportgemeinschaft SG 03 Ludwigslust/Grabow. Die Stadt Ludwigslust hatte ihr die nötige Fläche verpachtet. Genutzt werden soll die moderne Sporthalle in erster Linie für den Vereinssport, vor allem Tennis und Badminton. Deshalb wird auch trotz aller aktueller Sparplanungen zum Beispiel auf den Tennisboden nicht verzichtet. Darüber hinaus wird die neue Halle später auch der Stadt zur Verfügung stehen. Angebote für Gesundheits- oder Reha-Sport haben zudem bereits gedankliche Gestalt angenommen.

Die Stadt hat mit ihrer Unterstützung schon demonstriert, was ihr der größte Sportverein in der Region wert ist. Die Stadtvertretung bestätigte dieses Jahr eine überplanmäßige Ausgabe, so dass der Zuschuss der Stadt im Finanzplan des Projektes aktuell 140 000 Euro beträgt. Der Beitrag des Sportvereins ist noch mit 50 000 Euro angegeben, wird aber nach den Worten von Matthias Belke wohl nicht ausreichen.

Stadt sieht in dem Vorhaben öffentliches Interesse

Aus Sicht der Stadt ist ihr Engagement von öffentlichem Interesse und nicht etwa eine einseitige Bevorzugung der SG 03. Ludwigslust verfolgt laut Bürgermeister Reinhard Mach seit Jahren die Strategie, ihre Sportstätten mit Ausnahme der Schulturnhallen in der Techentiner Straße zu konzentrieren. Das bietet unter anderem die Möglichkeit, sportliche Großveranstaltungen in der Lindenstadt durchzuführen, was auch mit großem Erfolg und Anerkennung geschieht. Kritik gab es allerdings regelmäßig wegen der fehlenden Umkleidemöglichkeiten im Areal des Stadions und wegen der sanitären Bedingungen. Dass sich die Sportgemeinschaft um die Verbesserung der Gesamtsitation bemüht, ist nicht verborgen geblieben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen