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Ludwigsluster Tageblatt

17. November 2017 | 22:28 Uhr

grabow : Bauleute in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Haus Kirchenstraße 19 steht vor der Gesamtsanierung / Bauanlaufberatung mit Projektpartnern /Nach Fertigstellung zieht WBV ein

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 05:00 Uhr

In das Sanierungsvorhaben Kirchenstraße 19 in Grabow kommt Bewegung, die Baufirmen stehen in den Startlöchern. „Wir haben uns mit allen beauftragten Firmen am Mittwoch zu einer Bauanlaufberatung getroffen“, sagte gestern Kerstin Jenzen im Gespräch mit der SVZ. Wie die Mitarbeiterin des Bauamtes der Stadt Grabow, verantwortlich für die Stadtentwicklung, informierte, waren auch Vertreter von Polizei, Ordnungsamt und Landkreis dabei, geht es doch auch um organisatorische Abläufe im Zuge des Bauvorhabens.

„Das Baustellenschild ist soweit fertig gestellt, liegt die Sperrgenehmigung für das Be- und Entladen der Baufahrzeuge vor, erfolgt die Einrichtung der Baustelle. Die nächste Bauberatung findet dann am 28. Februar statt. Und ich denke, dass wir dann mit dem Bauvorhaben begonnen haben“, so die Bauexpertin. Auf ihrer jüngsten Sitzung hatte die Stadtvertretung Grabow im nichtöffentlichen Teil die Vergabe der Arbeiten zur Modernisierung und Instandsetzung des Hauses entsprechend der Lose 1 bis 10 beschlossen. Firmen aus der Region werden das umfangreiche Bauvorhaben in Angriff nehmen. Den Weg dazu frei gemacht hatte im vergangenen Jahr ein Beschluss der Stadtvertretung Grabow, über die GOS – Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung mbH – dieses denkmalgeschützte Haus zu sanieren.

„Beginnen werden wir mit den Entkernungsarbeiten, das übernimmt die Firma Josl aus Spornitz. Die Bau- und Möbeltischlerei Warnk aus Woosmer wird historische Elemente aus dem denkmalgeschützten Haus sichern, die neu aufgearbeitet werden müssen. Dazu gehören Türen und Wandpaneele, die historisch wertvoll sind und erhalten bleiben sollen.“


Denkmalgeschütztes Haus prägt Stadtbild


Das Gebäude Kirchenstraße 19, das ehemalige Haus Jobus, ist eines der größten Fachwerkhäuser am Marktplatz und Stadtbild prägend. Von der Grundstruktur her ist es noch so erhalten wie zu seiner Entstehungszeit: Mit Wohnetage und Speicher in der oberen Etage. Das Haus befindet sich im Eigentum der Stadt, die auch der Bauherr ist und bei den Vorhaben der städtebaulichen Erneuerung durch den treuhänderischen Sanierungsträger GOS vertreten wird.

Das Gebäude wird nach modernsten Anforderungen und hohen Denkmalschutzauflagen restauriert. Weil das Haus etwas ganz Besonderes ist: Gebaut wurde es im Stil des „Armen Fachwerks“, in Grabow im Zuge der Wiederaufbaumaßnahmen nach dem großen Stadtbrand 1725.

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Fachwerkhaus als Geschäftshaus für die WBV Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH Grabow dienen. Auf zwei Etagen entsteht die neue Firmenzentrale, unten zieht ein modernes Kundencenter ein und im oberen Bereich entstehen Verwaltungsräume.

„Die Gesamtbaukosten liegen nach Ausschreibung bei 937  510,64 Euro“, ergänzt Kerstin Jenzen. In die Finanzierung fließt ein Eigenanteil der Stadt in Höhe von 142  432,49 Euro ein. An Städtebaufördermittel werden für dieses Vorhaben 795  078,15 Euro ausgereicht.“

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