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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 06:43 Uhr

Ludwigslust : Baukolonnen erobern die Stadt

vom

Ludwigslust wird zur Großbaustelle: Straßen- und Brückenbauer werden sich über das Stadtgebiet verteilen, um Projekte in unterschiedlichen Ecken in Angriff zu nehmen. Das größte Vorhaben: der Ausbau der Klenower Straße.

svz.de von
erstellt am 21.Jun.2013 | 06:14 Uhr

Ludwigslust | Die Stadt wird zur Großbaustelle - das könnte man zumindest meinen, wenn man bedenkt, wie viele Bauleute und Baufahrzeuge sich in den nächsten Wochen und Monaten hier tummeln werden. Doch ganz so schlimm wird es nicht. Die Straßen- und Brückenbauer werden sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen, um Projekte in unterschiedlichen Ecken von Ludwigslust in Angriff zu nehmen. Dadurch dürfte das ganz große Verkehrschaos ausbleiben, zumal einige Baustellen Straßen betreffen, die es noch gar nicht gibt oder die ohnehin schon seit längerer Zeit gesperrt waren. Mit örtlichen Einschränkungen und Umleitungen muss man jedoch rechnen.

Das wohl größte Vorhaben ist der Ausbau der Klenower Straße. Der erste Bauabschnitt zwischen Bahnhofstraße und John-Brinckman-Straße wird ab Anfang Juli in Angriff genommen. Trinkwasserleitung, Schmutz- und Regenwasserkanal, Stromleitung - es werden quasi alle Versorgungsleitungen außer jene von der Telekom erneuert. Anschließend wird eine neue Fahrbahndecke aus Asphalt eingebaut. "Am rechten und linken Fahrbahnrand sind Angebotsstreifen für Radfahrer geplant wie in der Lindenstraße zwischen Alexandrinenplatz und Clara-Zetkin-Straße", erklärt Jens Gröger, Fachdienstleiter Stadtentwicklung und Tiefbau. Gemeint ist damit der Fahrbahnrand, der durch eine gestrichelte Linie abgetrennt wird.

Im hinteren Bereich bleibt der Anfang der 1990er-Jahre gebaute Radweg erhalten. Dort wird es nur auf einer Straßenseite den Schutzstreifen für Radler geben. Die Gehwege erhalten ein Pflaster in der Farbgebung Ziegelbrand. Dieses soll künftig bei allen weiteren Ausbaumaßnahmen im Bahnhofsviertel, etwa in der Tarnow-Straße oder der Schweriner Straße, genutzt werden.

Tragschicht entspricht nicht den Richtlinien

"So soll ein Wiedererkennungseffekt innerhalb eines Stadtviertels entstehen", so Gröger.

Nach dem ersten sollen in der Klenower Straße 2014 und 2015 die Bauabschnitte zwei und drei folgen. Den Einwand, dass die Fahrbahn decke in einigen Teilabschnitten noch keinen erneuerungsbedürftigen Eindruck mache, lässt der Fachdienstleiter nicht gelten. "Untersuchungen haben gezeigt, dass die Tragschicht unter der Straße nicht den Richtlinien entspricht", erklärt er. Sie war nicht mit erneuert worden, als vor fünf, sechs Jahren die Decke gemacht wurde. "Jetzt zeigen sich schon erste Haarrisse, so dass wir in fünf bis acht Jahren dieselben Straßenverhältnisse hätten wie im ersten Bauabschnitt." Auch die Schächte und Abflüsse müssten erneuert werden. Die Grundstückseigentümer im ersten Bauabschnitt werden noch in diesem Jahr ihre Vorausleistungsbescheide erhalten. Sie müssen einen Teil ihres Straßenausbaubei trages also schon bezahlen, bevor die Bauarbeiten abgeschlossen sind. "Die Eigentümer in den anderen Bauabschnitten erhalten in diesem Jahr aber noch keine Bescheide", betont Gröger. Ob möglicherweise noch Fördermittel in das Vorhaben fließen, ist noch nicht klar. Beantragt seien sie, eine Zusage gebe es aber nicht. Die Stadt hat sich abgesichert, dass der jetzige Baubeginn nicht förderschädlich ist. "Aber selbst wenn wir Fördermittel bekommen würden, würden sie nicht die Kosten für die Anlieger mindern, sondern den Anteil der Stadt", stellt der Fachdienstleiter klar.

Erhalt der Baustraße ist zum Problem geworden

Ein weiteres kommunales Bauvorhaben betrifft das Industriegebiet an der B 191 in Richtung Dömitz. Der Erhalt der dortigen Baustraße, einer Schotterpiste, hat sich zum Problem entwickelt, seit die Autobahn 14 in der Region gebaut wird. Pro Stunde fahren nach Angaben Jens Grögers 40 bis 60 Laster mit Baustoffen über die Baustraße und diese letztlich kaputt. Jetzt will die Stadt parallel dazu eine neue Baustraße bauen lassen, um dann auf der alten Trasse die Straße entsprechend des Bebauungsplanes auszubauen.

Anfang Juli soll auch der Ausbau der Wirtschaftsstraße zwischen Kummer und Mäthus beginnen. Er erfolgt im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens Kummer. Ende August soll die Straße fertig sein.

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