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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 09:59 Uhr

Neustadt-Glewe : Bauhof: Neubau gegen Sanierung

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Haushaltsentwurf Neustadt-Glewes beinhaltet über 460 000 Euro für Umbau früheren Stasiobjekts / CDU-Fraktion fordert neues Gebäude

von
erstellt am 29.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Das könnte noch einige Diskussionen geben. Im Haushaltsentwurf Neustadt-Glewes für das Jahr 2015 geht es auch um den Bauhof der Stadt, der bisher in unmittelbarer Nähe des Rathauses untergebracht ist. Hier gibt es u. a. Probleme mit der baulichen Substanz. Deshalb soll das ehemalige Stasiobjekt an der Neuhöfer Straße umgebaut werden, so dass dort künftig neben der Rettungswache auch der Bauhof sein Domizil hat. Die damalige Stadtvertretung hatte den Umbau auf ihrer letzten Sitzung der vorangegangenen Legislaturperiode beschlossen. 463  000 Euro sind dafür im Haushaltsentwurf 2015 vorgesehen. Dagegen regt sich Widerstand.

„Die CDU wird diesem Wahnsinn nicht zustimmen“, schimpft der Fraktionschef der Christdemokraten im Stadtparlament, Christian Rosenkranz. „Diese Summe beinhaltet nur den Rohbau. Es wird unter anderem keine Rücksicht darauf genommen, dass Neustadt-Glewe eine CO2-neutrale Stadt werden soll. In dem Objekt ist aber nur Gas- oder Ölbeheizung möglich, was diesem Ziel entgegen steht.“

Außerdem, so Rosenkranz, sei nur eine teilweise Nutzung für den Bauhof angedacht. „Weil aber auch der Rest des Gebäudes bewirtschaftet werden muss, wären die Bewirtschaftungskosten viel zu hoch.“ Für Christian Rosenkranz ist die ganze Sache „Flickschusterei“, bei Nachträgen könne die Stadtvertretung die Kosten gar nicht mehr kontrollieren. „Wir schlagen erneut vor, einen neuen Bauhof nach modernsten Energiegesichtspunkten zu errichten – und zwar neben der Feuerwehr in der Lederstraße“, betont Rosenkranz. Vorteile neben der zentralen Lage seien zum Beispiel, dass hier auch Erdwärme genutzt werden könne und die Mitarbeiter des Bauhofs, die in der Feuerwehr sind, bei Alarm nur wenige Meter bis zu den Einsatzfahrzeugen zurückzulegen hätten.

Rosenkranz: „Deshalb fordert die CDU von der Verwaltung, einen erfahrenen Architekten mit der Erarbeitung eines entsprechenden Projekts zu beauftragen und sich um das Einwerben von Fördermitteln zu kümmern. Die CDU ist gerne bereit, dafür Planungs- und Baukosten in den Haushalt einzustellen. Baubeginn könnte schon 2015 sein.“

Damit dürfte für Diskussionsstoff gesorgt sein, wenn es um den Haushalt geht.

 

 

 

 

 

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