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Neustadt-Glewe : Bauhof bald an Neuhöfer Straße?

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neustadt-Glewes Stadtvertretung beschloss Umbau ehemaligen Stasiobjekts / CDU-Fraktion dagegen und für Neubau

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Ein grau verputzter Zweigeschosser, zum Teil geschützt von einer Meter hohen Mauer, dazu ein Funkturm: In dem ehemaligen Stasiobjekt an der Neuhöfer Straße ist derzeit eine Rettungswache untergebracht. Jetzt soll das Anwesen so umgebaut werden, dass hier neben der Rettungswache auch der Bauhof der Stadt unterkommen kann. Das jedenfalls hat die Stadtvertretung auf der letzten Sitzung der Legislaturperiode im nichtöffentlichen Teil mehrheitlich beschlossen.

Grund für den geplanten Umzug: Am derzeitigen Standort des Bauhofes „An der Bleiche“ in unmittelbarer Nähe des Rathauses gibt es unter anderem Probleme mit der baulichen Substanz und der Heizung.

Wie SVZ erfuhr, stimmte die CDU-Fraktion allerdings gegen den Umbau des Objekts an der Neuhöfer Straße. Fraktionsvorsitzender Christian Rosenkranz begründet die Entscheidung so: „Früher waren für die Umbaukosten knapp über eine Million Euro geplant. Dann waren es nur noch rund 651 000 Euro. Der jetzt von der Stadtvertretung beschlossene Umbau soll lediglich noch etwa 462 000 Euro (einschließlich Planungskosten – d. R.) kosten.“ Für Rosenkranz ist diese abgespeckte Variante nicht tragbar. „Weil das Objekt außer der Rettungswache ausschließlich dem Bauhof und als Archivlager dienen soll, ist nur ein teilweiser Umbau vorgesehen und eine energetische Sanierung gar nicht mehr geplant. Das aber steht dem Ziel Neustadt-Glewes, eine CO2 - neutrale Stadt zu werden, entgegen.“

Peter Warnecke, Fraktionschef der Partei Die Linke, begründet die Zustimmung seiner Fraktion zu dem Beschluss folgendermaßen: „Das Objekt hat uns über die gesamte Legislaturperiode verfolgt. Wir müssen es für unsere Bauleute nutzen. Andere Ideen hätten früher kommen können.“ Warnecke meint damit offenbar Vorstellungen, die Rosenkranz hat. „Auch hinsichtlich einer CO2 - neutralen Stadt ist ein neuer Bauhof wünschenswert, der unter modernsten energetischen Gesichtspunkten gebaut wird“, erklärt Rosenkranz, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Erdwärme GmbH Neustadt-Glewe ist und entsprechendes anzubieten hätte.

„Der Bauhof mit Rettungswache könnte im Gewerbepark Lederwerk neben der Feuerwehr schnell und schlüsselfertig entstehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass er im Gegensatz zur Neuhöfer Straße direkt in der Stadt wäre. Außerdem sind Arbeiter des Bauhofs Mitglieder der Feuerwehr und wären am Tage bei Alarm schnell vor Ort“, so Rosenkranz.

 

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