Ludwigslust : Bauernverband rechnet mit guter Ernte

Harald Elgeti
Harald Elgeti

Geschäftsführer Harald Elgeti hofft auf stabile Wetterverhältnisse / Ackerbau in der Region eher schwierig

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07. Juli 2014, 16:56 Uhr

Die Landwirte in der Region können mit einer guten Ernte rechnen. „Wir haben in diesem Jahr eine Witterung gehabt, die im Frühjahr dadurch gekennzeichnet war, dass Niederschläge in ausreichender Menge und mit einer ganz guten Verteilung vorhanden waren“, sagt Harald Elgeti, Geschäftsführer des Bauernverbandes Ludwigslust, im Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung. Er äußerte sich optimistisch zum Erntestart. „Hoffen wir mal, dass die Periode mit dem instabilen Wetter nicht so lange anhält. Wir gehen davon aus, dass wir gute Ernteerträge nicht nur bei der Wintergerste, sondern überhaupt bei den Druschfrüchten erwarten können.“

Auch 2013 war laut Elgeti für hiesige Verhältnisse eine sehr gute Ernte eingefahren worden. „Da hat es mal gepasst“, sagt der Verbandsvertreter. Im Gegensatz zu den Jahren davor. Da seien die Ergebnisse sehr, sehr schlecht ausgefallen. „Wir haben ja teilweise Verhältnisse gehabt, dass es 2007 zwischen März und Mai wochenlang gar nicht geregnet hat“, erinnert Elgeti sich. Längere Trockenphasen zögen für die Region wegen der ohnehin leichten Böden ernstere Konsequenzen nach sich als für Flächen mit einem höheren Lehmanteil. „Wenn es bei uns eine längere Zeit nicht regnet, dann haben wir immer gleich Ausfälle. In diesem Jahr ist es aber ganz gut gelaufen“, betont der Bauernfunktionär. Gute Erntemengen zögen allerdings nicht ganz so hohe Preise nach sich, räumt er ein.

Bei der Wintergerste ist nach Erntestart am Freitag nach Elgetis Worten „schon ein nicht unerheblicher Teil“ geerntet worden. „Ernte ist das, wofür der Landwirt das ganze Jahr gearbeitet hat“, sagt der Geschäftsführer. Der habe im Spätsommer und Herbst Getreide und Raps gesät und die Bestände anschließend durch die gesamte Saison geführt. Der Landwirt fahre jetzt das ein, „was er im Laufe des Jahres investiert hat“. Der Bauer freue sich daher aufs Dreschen. „Macht Spaß, wenn eine gute Menge vom Feld runterkommt“, fügt Elgeti hinzu.

Dem Bauernverband gehören nach eigenen Angaben etwa 160 ordentliche und knapp 30 fördernde Mitglieder an. Die ordentlichen Mitglieder bewirtschaften weniger als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landkreises.

Ackerbau ist in der Region traditionell ein eher schwieriges Unterfangen. Viele Flächen sind beispielsweise für den Anbau von Weizen und Zuckerrüben nicht geeignet. Der Grünlandanteil liegt bei etwa 25 Prozent.

Die Landwirte in der Region setzen wegen der schwächeren Bodengüte stärker auf die Milchproduktion als in anderen Landesteilen üblich. So werden hier rund 25 000 Milchkühe gehalten, was für Mecklenburg-Vorpommern ein hoher Wert bedeutet.

Der Bauernverband Ludwigslust vertritt die Interessen der Landwirte gegenüber Behörden, Institutionen und anderen Verbänden. Er unterstützt seine Mitglieder außerdem bei rechtlichen Problemen und steht ihnen beratend beispielsweise bei Agraranträgen zur Seite.




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