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Ludwigsluster Tageblatt

18. August 2017 | 06:54 Uhr

Brunow : Bauernmarkt als Dorfmittelpunkt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ministerpräsident Erwin Sellering weilte auf seiner Sommertour in Brunow und zeigte sich angetan vom ehrenamtlichen Engagement

„Wir sind froh, dass wir den Laden hier haben. Er ist gut eingerichtet, es gibt alles, was man zum Leben braucht, auch Mittagessen wird angeboten. Ich bin jeden Tag hier, kaufe, was ich benötige“, freut sich Ingelore Fernow (78) aus Brunow, als sie gestern Nachmittag bei Ute Kolbe und Carola Meißner im Brunower Bauernmarkt vorbeischaute.

Wenig später, als die rüstige Seniorin ihren Einkauf erledigt hatte, setzte sie sich zu den Landfrauen an den Tisch, die sich zu einem gemütlichen Kaffeeplausch eingefunden hatten. Sie alle warteten auf prominenten Besuch aus der Landeshauptstadt Schwerin: Ministerpräsident Erwin Sellering war auf Einladung des Landtagsabgeordneten Detlef Müller nach Brunow gekommen, um sich den Bauernmarkt in der Neuen Dorfmitte anzusehen. Die wiedergewählte Bürgermeisterin Heike Bartczak und Architektin Annett Ohm erläuterten dem Ministerpräsidenten den Werdegang des Projekts, als aus einem unscheinbaren Verkaufsraum und dank einer Förderung von gut 100 000 Euro sowie vieler Stunden an Eigenleistungen eine moderne Verkaufseinrichtung wurde, die von der Agrargenossenschaft Brunow betrieben wird. Hier gibt es alles frisch: Wurst und Fleisch von der Agrargenossenschaft Brunow, Gemüse, Obst, aktuell darf natürlich auch Spargel im Angebot nicht fehlen. Und es gibt hier auch eine Poststelle.

Erwin Sellering, der zur Begrüßung mit den Landfrauen scherzte, zeigte sich beeindruckt. „Brunow ist ein gutes Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann, wenn die Leute ein Projekt verfolgen und man sie machen lässt“, so der Ministerpräsident. Ute Kolbe, die Chefin des Brunower Bauernmarktes, zeigte dem Ministerpräsidenten den aktuellen Plan für den Mittagstisch, der auch gut angenommen wird. „Etwa 15 bis 20 Essen bereiten wir hier täglich zu“, war von Carola Meißner zu hören, die im Bauernmarkt als Köchin arbeitet, aber sich auch sonst als „Mädchen für alles“ bezeichnet. Ute Kolbe konnte Erwin Sellering berichten, dass der Bauernmarkt auch ein willkommener Treffpunkt ist. „So kommen die Landfrauen zum Beispiel nach einem Einsatz auf dem Friedhof hierher, um einen Kaffee zu trinken, etwas zu essen und sich zu unterhalten“, ergänzt Ute Kolbe.

Bürgermeisterin Heike Bartczak ist stolz, dass Brunow solch eine Einrichtung vorzuweisen hat. „Das ist von den 14 Gemeinden im Amt Grabow, einmalig und das wollen wir auch in Zukunft erhalten“, so Stefan Sternberg, Grabows Bürgermeister und Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Grabow. Er verhehlt aber auch nicht, dass die Gemeinde Brunow an der Landesgrenze zu Brandenburg finanziell nicht gut dasteht. Deshalb ist auch der große Wunsch der Bürgermeisterin, hier im Umfeld der Neuen Dorfmitte, am Bauernmarkt einen Spielplatz für die Kinder von Brunow zu bauen, derzeit von der Kommune noch nicht aus eigener Kraft zu realisieren. Aber aufgeben, so Heike Bartczak, werde man nicht.

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erstellt am 19.Jun.2014 | 11:21 Uhr

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