grabow : Bauer Korl grüßt von der Bauplane

Blick auf die mit dem Konterfei von Bauer Korl gestaltete Bauplane am Haus Kirchenstraße 19 in Grabow.  Fotos: Michael Seifert
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Blick auf die mit dem Konterfei von Bauer Korl gestaltete Bauplane am Haus Kirchenstraße 19 in Grabow. Fotos: Michael Seifert

Verhülltes Gerüst am Haus Kirchenstraße 19 weist als besonderer Blickfang auf ein Städtebauvorhaben aus „Grabow 2020“ hin

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23. Juni 2017, 19:00 Uhr

Von der großen Plane, die das Baugerüst des Hauses Kirchenstraße 19 im Grabower Zentrum verdeckt, lächelt Bauer Korl gleich mehrfach aus aufgemalten Fenstern. „Wir investieren in die Zukunft. Eine Maßnahme aus unserem Projekt Grabow 2020“ wirbt die bunte Stadt an der Elde ganz speziell für dieses Städtebauvorhaben. „Die Idee zur Gestaltung dieser Plane mit Bauer Korl kam vom Bürgermeister“, schmunzelte Kerstin Jenzen, die im Bauamt für die Stadtentwicklung verantwortlich ist. Die von der Firma Josl aus Spornitz ausgeführten Arbeiten am Haus Kirchenstraße 19 laufen auf Hochtouren, die Entkernungsarbeiten im Erdgeschoss sind soweit abgeschlossen. Maurer und Zimmerer bestimmen derzeit das Geschehen.

„Die Handwerker sind gegenwärtig dabei, im hinteren Teil des Hauses das Fachwerk aufzubauen“, ergänzt Kerstin Jenzen. Zwei Zimmerer der Firma Schwark aus Alt Jabel sind in diesem Moment dabei, neue Balken in den oberen Teil des Hauses zu ziehen.

Im Fundament sind bereits die ersten Grundleitungen für Abwasser gelegt. In der nächsten Woche wird der Keller im vorderen Bereich des Hauses verfüllt. Beim Rundgang durch die Baustelle zeigt Kerstin Jenzen im unteren Geschoss des Hauses auf alte Tapetenreste. „Neben den Arbeiten untersucht derzeit eine Restauratorin den historischen Befund des Hauses, was an alten Tapeten, an Malerei, an Wandgestaltung noch vorhanden ist.“

Die im unteren Flur gefundene Tapete wurde erst einmal sichergestellt und soll dann erhalten werden. Denkbar wäre, diese über Sichtfenster an einer Paneele der Öffentlichkeit zu zeigen, so Kerstin Jenzen. Sie spricht mit einem Mitarbeiter der Gesrüstbaufirma, fragt an, ob auch zur Seite des Nebeneingangs der Kirchenstraße 19 eine Plane gezogen werden könnte, als Staub- und Sichtschutz für den Nachbarn. Der Mann nickt, das geht zu machen. Für einen Tag sind die Gerüstbauer hier, haben das Außengerüst komplett aufgestellt. „Die Außenfassade wird dann komplett erneuert und es wird das Dach heruntergenommen. Dann wird man sehen, was an Fachwerk noch erhalten werden kann. Zudem muss auch die Restauratorin die Fassade ebenso aus historischer Sicht noch begutachten.“

Das Gebäude Kirchenstraße 19, das ehemalige Haus Jobus, ist eines der größten Fachwerkhäuser am Marktplatz und Stadtbild prägend. Von der Grundstruktur her ist es noch so erhalten wie zu seiner Entstehungszeit: Mit Wohnetage und Speicher in der oberen Etage. Das Gebäude wird nach modernsten Anforderungen und hohen Denkmalschutzauflagen restauriert. Weil das Haus etwas ganz Besonderes ist: Gebaut wurde es im Stil des „Armen Fachwerks“, in Grabow im Zuge der Wiederaufbaumaßnahmen nach dem großen Stadtbrand 1725.

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Fachwerkhaus als Geschäftshaus für die Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH Grabow dienen.

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