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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 11:31 Uhr

wöbbelin : Bauarbeiten „in der Zeitschiene“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Minister aus Schwerin und Potsdam informierten sich gestern über Fortgang der A14-Arbeiten an der Nord-Süd-Verbindung

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Das Teilstück der Autobahn A 14 zwischen dem Autobahndreieck Schwerin und Grabow kann offenbar planmäßig bis Ende 2015 für den Verkehr freigegeben werden. Die Bauarbeiten an der Trasse seien in der „Zeitschiene“, sagte der Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, Thomas Taschenbrecker, gestern bei einer Besichtigung der Baustelle. Bliebe es dabei, solle der gesamte Abschnitt bis Weihnachten nächsten Jahres übergeben werden.

Das künftige Autobahnkreuz, zu dem das derzeit gesperrte Autobahndreieck Schwerin ausgebaut wird, soll Taschenbrecker zufolge bereits zum Jahresende im Rohbau fertig sein. Der Chef des Schweriner Straßenbauamtes, das in Mecklenburg-Vorpommern für den Autobahnbau zuständig ist, informierte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) und dessen brandenburgischen Ministerkollegen Jörg Vogelsänger (SPD) vor Ort über den Fortgang der Arbeiten an der Nord-Süd-Verbindung.

Erleichtert äußerte sich Pegel über die Zusage des Bundes, die Finanzierung des Folgeabschnitts Grabow bis zur Landesgrenze Brandenburg fest im Bundeshaushalt zu verankern. Damit sei ein Stück „Ungewissheit“ weg, sagte der Minister auf SVZ-Anfrage. „Wir hatten längere Zeit die Sorge, dass wir einen Zeitraum haben werden, wo keiner weiß, wie es weiter geht, obwohl in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern ein Teil der Autobahn fertig ist.“ Jetzt könnte man ab sofort planen, „wie wir die Bauvorbereitung betreiben, um Ende 2014, Anfang 2015 Stück für Stück in die ersten Maßnahmen gehen und im nächsten Jahr auch die Trassenführung vorbereiten zu können“, betonte der Ressortchef.

Bei den noch im Herbst beginnenden vorbereitenden Arbeiten handelt es sich dem Ministerium zufolge um die sogenannte Baufeldfreimachung. Dazu zählen das Abnehmen von Bäumen, archäologische Untersuchungen, möglicherweise Munitionsbergung, die Leitungsverlegung und ökologische Ausgleicharbeiten. Parallel wird die Straßenbauverwaltung die europaweiten Ausschreibungen für den Straßenbau vorbereiten. Da die Baufinanzierung steht, hofft der Landesminister in „den Jahren 2016,2017, Anfang 2018 auf jeden Fall bauen zu können.“ Nach einer dreijährigen Bauzeit solle „spätestens 2018 das Teilstück unter Verkehr gebracht werden“, kündigte Pegel an. Die Zeit des fehlenden Lückenschlusses sei nicht so groß, dass sich die Kraftfahrer dran gewöhnen würden, anders zu fahren.

Die vorbereitenden Maßnahmen deckt das Land finanziell über Umschichtungen. Die Kosten werden später durch den Bund ausgeglichen. Ab 2015 wird die Maßnahme im Bundeshaushalt eingestellt. Der Bundestag muss der Gesamtfinanzierung noch zustimmen. Die Kosten für den nächsten Teilabschnitt bis zur brandenburgischen Landesgrenze belaufen sich auf rund 95 Millionen Euro.

Die Minister hoben erneut die Bedeutung des Autobahnprojekts hervor. „Mit der A 14 erhalten die Hinterlandanbindungen unserer Häfen eine neue Qualität. Damit wird der Logistikstandort Mecklenburg-Vorpommern als Ganzes gestärkt“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Pegel verwies auch auf die „Bypassfunktion“ für den Großraum, Hamburg, um die Metropolregion zu entlasten.

Der Minister dankte seinem Potsdamer Kollegen, kürzlich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch einmal auf die Notwendigkeit einer Finanzzusage gedrungen zu haben. Er selbst habe Bundesverkehrminister Alexander Dobrindt (CSU) gebeten, wenigstens die Bauvorbereitung für 2015 finanziell abzusichern.

 




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