Dömitz : Bauarbeiten im Bauamt

Das Haus am Slüterplatz 6 hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich – und eine Teilsanierung vor sich.   Fotos: K. Neumann
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Das Haus am Slüterplatz 6 hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich – und eine Teilsanierung vor sich. Fotos: K. Neumann

Kuppel des Hauses am Slüterplatz 6 in Dömitz muss saniert werden / Arbeiten im kommenden Frühjahr geplant

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21. November 2014, 07:00 Uhr

Normalerweise werden von diesem Haus aus die Bauaktivitäten der Gemeinden im Amtsbereich Dömitz-Malliß gesteuert. Jetzt soll das Gebäude am Slüterplatz 6 selbst zur Baustelle werden. „Durch die große Glaskuppel im Treppenhaus regnet es hinein, sie muss saniert werden“, erklärte Gerd Bade vom Fachbereich Bau der Amtsverwaltung. Zudem sollen die Fenster, die in den vergangenen Jahren noch nicht erneuert worden waren, ausgetauscht werden.

Als das Bauamt nach der Fusion der Ämter Dömitz und Malliß in das alte Gemäuer einziehen sollte, war das zweite Obergeschoss bereits umgebaut worden. Ansonsten erinnert das Innere des Hauses, in dem sich auch der Seniorenclub befindet, an längst vergangene Zeiten – sehr wechselvolle.

Bis in die 1880er-Jahre habe am heutigen Slüterplatz 6 die Synagoge der jüdischen Gemeinde gestanden, wie eine Tafel an der Fassade informiert. Die Gemeinde verkaufte an einen Kaufmann, der in den Folgejahren ein erstes großes Kaufhaus mit einer Schmuckfassade im Jugendstil errichtete. Beim Umbau Ende der 1920er-Jahre wich die Schmuckfassade einem Ziegelsichtmauerwerk mit symmetrischer Fassadeneinteilung. Zu diesem Zeitpunkt war die Sparkasse Eigentümer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus als Schule und dann lange Jahre als Institut für Lehrerbildung genutzt, ehe dort Mitte der 1980er-Jahre Seniorenclub, die inzwischen umgezogene Bibliothek und andere Gemeindeeinrichtungen ihren Platz fanden.

Die jetzt geplanten Arbeiten sollen im Frühjahr kommenden Jahres beginnen. Wie die Glaskuppel künftig aussehen wird, steht nach Aussage Gerd Bades noch nicht 100-prozentig fest. Wahrscheinlich werde sie wieder eine Pyramidenform bekommen, weil eine solche Konstruktion günstiger ist als eine runde Variante. Zunächst müsse aber noch die statische Situation geprüft werden. Die Sanierungsarbeiten am Gebäude sollen über die Städtebauförderung laufen. Die Stadt muss allerdings einen Eigenanteil beisteuern.


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