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Ludwigsluster Tageblatt

23. September 2017 | 04:15 Uhr

Ludwigslust : Bau des Atriums beginnt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

An der Lenné-Schule in Ludwigslust geben jetzt Bagger und Abbruchhammer den Ton an.

von
erstellt am 17.Jul.2017 | 16:32 Uhr

Ein Kran, ein Haufen Mutterboden und ein bisschen Bauschutt. Mehr ist von dem großen Bauprojekt, das an der Regionalschule „Peter Joseph Lenné“ begonnen hat, draußen noch nicht zu sehen. Im Inneren tut sich dagegen einiges. „Wir freuen uns alle sehr, dass es losgeht“, sagt Schulleiterin Jutta Schulz.

Im Innenhof des aus DDR-Zeiten stammenden Baus ist der Mutterboden abgetragen und die Treppe abgerissen worden. Durch ein Dach, das auf die oberste Etage der etwas niedrigeren Gebäudeverbinder aufgelegt wird, soll dort ein neuer Erlebnisraum, ein Atrium, entstehen. Die zum Innenhof gerichteten Fenster werden ausgebaut, so dass rund um das Atrium offene Wandelgänge entstehen. Für die farbliche Gestaltung des neuen Raumes hat sich der Architekt etwas Besonderes einfallen lassen. „Er soll wie ein Marktplatz aussehen“, erklärt Roland Schulz. „Dafür gestalten wir eine städtisch anmutende Kulisse mit Häusern in verschiedenen Höhen und Farben.“ Die Farben sollen sich dann im Fußboden wiederfinden, als würden sich die Fassaden in Pfützen spiegeln.

Das Atrium wird nach dem Abschluss der Bauarbeiten nicht die einzige Neuerung im Schulhaus sein. Die Cafeteria im Keller wird durch bodentiefe Fenster künftig heller und einladender. Möglich wäre es sogar, draußen ein paar Tische hinzustellen. Außerdem kommen über eine neue Rampe künftig auch Rollstuhlfahrer in den Keller, und der Brandschutz wird verbessert. Besonders wichtig in der heutigen Zeit: „Jeder Klassenraum wird mit einem Internetanschluss ausgestattet“, sagt Holger Böwe, Fachbereichsleiter Hochbau bei der Stadtverwaltung Ludwigslust. Nach Aussage des Architekten eine besondere Herausforderung. „Wir müssen 17 Kilometer Leitungen verlegen – und das in bewohntem Zustand des Gebäudes“, so Roland Schulz. Aber das habe jüngst bei der Sanierung der Elbland-Grundschule in Wittenberge auch gut geklappt, und da wurden zusätzlich noch alle Fenster erneuert.

Außer in den Ende der Woche beginnenden Ferien müssen sich die Handwerker die Baustelle mit den Schülern teilen. „Wir versuchen, die lärmintensiven Sachen in der Ferienzeit durchzuziehen“, betont Holger Böwe. „Aber ganz ohne Lärm wird es auch danach nicht gehen.“ Die Schüler fanden an den Bauarbeiten in den ersten Tagen durchaus Gefallen. „Der Aufbau des Krans war für die meisten sehr interessant und Berufsorientierung hautnah“, sieht es Jutta Schulz entspannt. Bei den wöchentlichen Bauberatungen wird die Schulleiterin mit am Tisch sitzen, um Probleme an- und Termine, etwa für das Freiziehen von Räumen oder sehr laute Arbeiten, abzusprechen. „Mit einer Spur Gelassenheit schaffen wir das.“

Rund 2,44 Millionen Euro will die Stadt bis zum 16. Februar 2018 in der Lenné-Schule verbauen. Die Bewilligung der geplanten Fördermittel steht zwar noch aus, allerdings war ein förderunschädlicher vorzeitiger Baubeginn genehmigt worden. Trotz der enormen Summe ist klar: „Umfassend saniert ist die Schule damit noch nicht“, so Holger Böwe. „An der Fassade und in den Klassenräumen müsste man auch etwas machen.“

Die Außenanlagen werden dagegen schon jetzt mit angefasst – nach den Vorschlägen eines Landschaftsplaners. Das Gelände soll mit Bäumen aufgelockert werden, auch neue Sitzgelegenheiten und eine Erweiterung der Fahrradabstellanlage sind geplant. Die beiden Spielfelder sollen einen Tartan-Belag erhalten.

 

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