ludwigslust : Basteln und Schrauben ist ihre Welt

Michelle hört hier auch gern Musik.
Michelle hört hier auch gern Musik.

Kinder- und Jugendwerkstatt am Wasserturm in Ludwigslust ist gefragte Adresse für allerlei interessante Freizeitbeschäftigungen

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17. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Feuerschalen brennen auf dem Hof vor der Kinder- und Jugendwerkstatt. Die Mädchen und Jungen, die sich hier auf dem Gelände am Wasserturm immer regelmäßig treffen, lassen das Jahr bei einer Weihnachtsfeier gemütlich ausklingen. „Das ist heute der letzte Tag, dann machen wir für drei Wochen Pause“, lacht Thomas Seifert, Pädagogischer Mitarbeiter des Zebef e.V. Gemeinsam mit Kevin Henning leitet er die Werkstatt und betreut die Kinder und Jugendlichen, die übrigens das gemütliche Beisammensein selbst mit vorbereitet haben. Sie haben Kuchen mitgebracht, Suppe und Apfelsaftpunsch zubereitet. „Zurzeit haben wir hier rund 30 Kinder und Jugendliche, die dienstags, donnerstags und freitags hierher kommen. Ab April bis hinein in den Herbst können sie sich dann auch samstags hier treffen“, so Thomas Seifert.

Ihre Welt ist die Technik, sie schrauben und basteln an Mopeds und können sich dann auch unter Aufsicht selbst auf dem werkstatteigenen Rundkurs ausprobieren. „Von sechs bis 27 Jahren reicht das Altersspektrum, obwohl der Durchschnitt der jungen Leute, die zu uns kommen, bei 12 bis 13 Jahren liegt“, weiß Thomas Seifert zu berichten. „Neben den Mopeds vom Typ Simson haben wir hier auch Quads und rund 50 Fahrräder, die aus dem Bestand der Polizei und vom Fundbüro stammen. Wir arbeiten sie hier ebenso wie die Mopeds und Quads auf. Und so lernen die Kinder und Jugendlichen die Technik kennen und erfahren praktisch, wie man selbst etwas reparieren kann“, so der Leiter der Kinder- und Jugendwerkstatt, die unter dem Dach des Zebef steht und sich in den vergangenen Jahren zu einer gefragten Adresse junger Leute aus Ludwigslust und der Umgebung gemacht hat. Dazu tragen auch die Verkehrserziehungstage bei, die 14 mal im Jahr stattfinden und von Fahrschullehrer Uwe Langmaack und dem Präventionsbeamten der Polizei, Ralf-Theo Mundt, geleitet werden. Ein Angebot, das vor allem von Schulklassen gern angenommen wird.

Zu den aktuellen Projekten, die auch im neuen Jahr weitergeführt werden, gehört der Bau von Holzhütten, die an der Mopedbahn aufgestellt werden. Zu weiteren Vorhaben zählt das Anlegen von Hochbeeten – eine neue Herausforderung für die Kids. Eine von ihnen, die immer gern hierher kommt, ist Michelle. „Es ist schön, mit Freunden zu reden, Musik zu hören oder zu spielen“, so die 13-Jährige, während sie die Musikanlage etwas leiser dreht. „Eigentlich bin ich an den drei Tagen immer da. Es macht einfach Spaß.“

Das kann auch der 11-jährige Marcel bestätigen, der gern mit seinem Freund Sharif hierher kommt. „Eigentlich bin ich fast immer in der Freizeit hier. Die Mopeds haben es mir angetan.“

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