Ludwigslust : Barockfest soll noch bunter werden

Natürlich sind auch die Musiker zum Barockfest entsprechend gekleidet.
Natürlich sind auch die Musiker zum Barockfest entsprechend gekleidet.

Dr. Gernot Hempelmann, Vorstandsvorsitzender des „Fördervereins Schloss Ludwigslust“, gibt Ausblick auf Aktivitäten in diesem Jahr

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06. Januar 2016, 13:58 Uhr

Den 1992 gegründeten und heute auf über 100 Mitglieder angewachsenen „Förderverein Schloss Ludwigslust“ erwartet ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr.

Wie Dr. Gernot Hempelmann, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins, mitteilt, wird die  Wiedereröffnung des umwerfend prächtig restaurierten Ostflügels im Ludwigsluster Schloss am 5. und 6. März ein Großereignis von überregionaler Bedeutung sein. Die Museumsleitung werde  dabei auf die personelle und finanzielle Unterstützung seitens des Fördervereins zurückgreifen können.

Dr. Hempelmann: „Mit Blick auf die Besucherströme, die das aufgewertete Residenzensemble dann – hoffentlich dauerhaft – nach Ludwigslust ziehen wird, plant der Förderverein auch das 20. „Barockfest auf Schloss Ludwigslust“ am 21. und 22. Mai noch reicher und bunter als in den vergangenen Jahren.“ Der Förderverein veranstaltet  2016 wieder sieben „Ludwigsluster Schlosskonzerte“ im Goldenen Saal sowie ein Adventskonzert in der Stadtkirche. Dabei kann das Adventskonzert am 17. Dezember  u. a. mit dem internationalen Star-Bariton Franz Grundheber aufwarten.

Bereits  am 2. und 3. Juli wird das Musikangebot des Fördervereins erstmalig durch ein Cello-Festival erweitert. „Dafür kommen europäische Cello-Größen in den Goldenen Saal“, so Dr. Gernot Hempelmann.

Und dann habe sich der Förderverein noch zum Ziel gesetzt, den fast vergessenen Komponisten Louis Massonneau wiederzuentdecken. Massonneau war von 1812 bis 1837 Leiter der renommierten Ludwigsluster Hofkapelle. Seine Kompositionen werden von den wenigen Kennern gleichrangig neben die Musik Spergers und Rosettis gestellt. Am 10. Januar gilt es, den 250. Geburtstag Massonneaus zu feiern: Mit einem kleinen Geburtstagskonzert, zusammen mit dem „Abschied vom Westflügel“.

Dr. Gernot Hempelmann: „Am 27. Juli wird der Förderverein dann ein ,richtiges’ Konzert mit Werken dieses bedeutenden Ludwigslusters geben   und damit über Ludwigslust hinaus hoffentlich eine Massonneau-Renaissance einleiten. Massonneau ist unverständlicherweise so gründlich vergessen, dass es nicht einmal ein gesichertes Porträt von ihm gibt. Vielleicht ist seine Wiederentdeckung ein Anlass, über eine Ausstellung oder ein Museum der zu ihrer Zeit hochgerühmten Ludwigsluster Hofkapelle insgesamt nachzudenken. Das wäre dann wohl eine Bringschuld der Stadt Ludwigslust.“

Der Förderverein habe im vergangenen Jahr mit den Neuerungen „Frühlingsfeier“ und „Ludwigsluster Schlossweihnacht“ so viel Anklang gefunden, dass die Planungen für die diesjährige Wiederholung am 30. April  bzw. am 17. und 18. Dezember  bereits angelaufen sind.

Ein solches Bündel von Veranstaltungen würde anderenorts wohl eher an eine professionelle Event-Agentur übertragen. In Ludwigslust wird die Arbeit laut  Dr. Gernot Hempelmann von einem halben Dutzend  ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder geschultert. Da  sei nicht alles Hochglanz und Perfektion.

Aber wenn es einmal ganz dick kommt, beteuert der Vorstandsvorsitzende Dr. Gernot Hempelmann unbeirrt: „Wir sind keine Chaoten, wir sind Improvisationskünstler.“

So gehe der „Förderverein Schloss Ludwigslust“ mutig in das  nun begonnene Jahr 2016.

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