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Ludwigsluster Tageblatt

22. Oktober 2017 | 01:19 Uhr

Ludwigslust : Barockfest als Vereinsjubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

„Förderverein Schloss Ludwigslust“ hat im 25. Jahr seines Bestehens viel versprechende Veranstaltungen im Programm.

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Theaterspaß mit Bildungsauftrag: Der „Förderverein Schloss Ludwigslust“ setzt auch 2017 auf Traditionspflege mit der Bewahrung des kulturellen Erbes, als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Im Gespräch mit der SVZ konnte Dr. Gernot Hempelmann, Vorstandsvorsitzender des „Fördervereins Schloss Ludwigslust“, auf ein inhalts- und arbeitsreiches Jahr 2016 zurückblicken und wagte schon mal eine Vorschau auf 2017.

Das Großereignis 2016 war ohne Frage die Eröffnung des restaurierten Ostflügels im Schloss; der Förderverein konnte auf seine Art vielfältig daran mitwirken. „Eine eigene Pionierleistung des Fördervereins war dann die ,Wiederbelebung’ des fast vergessenen Ludwigsluster Hofkomponisten Louis Massonneau; eine Konzertreihe an dessen früheren Wirkungsstätten trug der Musikstadt Ludwigslust weit über Mecklenburg hinaus Aufmerksamkeit und Ehre ein“, so Gernot Hempelmann. In einem finanziellen Kraftakt konnte der Förderverein im Doppeletat 2015/2016 dem Schloss drei authentisch nachgebildete Wandleuchter für die Herzogszimmer übergeben.

Für 2017 bietet der Förderverein u.a. seinen Beitrag zur Ausgestaltung des „Kaisersaals“ im Park und zur Aufarbeitung und Aufstellung historischer Parklaternen an.

Neben solchen gezielten Einzelprojekten, je nach Kassenlage, legt der Förderverein erneut großen Wert auf die Reihe der „Ludwigsluster Schlosskonzerte“ - jährlich sieben bis neun Konzerte als lebendige Weiterführung der spätbarocken-frühklassischen Ludwigsluster Hofmusik. „Das Besondere dieser Konzerte ist die Einbettung in das traditionelle Umfeld der alten Residenz, was jedes Konzert erneut zu einem stimmungsvollen Gesamtkunstwerk macht und inzwischen Musikliebhaber aus ganz Norddeutschland nach Ludwigslust zieht“, ergänzt der Vorsitzende des Schlossfördervereins.

Höhepunkt der abgelaufenen Saison war sicherlich erst kürzlich die „Böhmische Hirtenmesse“ in der Stadtkirche, mit einem prominenten Gast. Für das kommende Jahr hat der musikalische Leiter der Schlosskonzerte, Dr. Matthias Irrgang, wieder ein vielversprechendes Programm aus Musiktheater, Minnesang und Kammermusik zusammengestellt, dazu eine Weihnachtsmesse, die im jährlichen Wechsel aus einem anderen Land kommen soll, 2017 dann eine amerikanische Gospel-Messe. Die Kooperation mit dem Schloss, die Unterstützung durch die Stiftung der Mecklenburgischen Sparkasse und eine Medienpartnerschaft mit dem NDR stellen die „Ludwigsluster Schlosskonzerte“ auf eine sichere Grundlage.

Im Blickpunkt des Fördervereins stehen ebenso die „Frühlingsfeier“, das „Barockfest auf Schloss Ludwigslust“ und die „Ludwigsluster Schlossweihnacht“. Diese drei Veranstaltungen betonen die einmalige Einheit von Schloss und Park, von Tradition und Gegenwart, von Volksfest und Kulturtreffen. 2017 kommen noch zwei große Themen dazu: Ein Blick auf 500 Jahre Reformation in Mecklenburg und der 300. Geburtstag des Residenzgründers Friedrichs des Frommen. „Und nicht zu vergessen: Der Förderverein kann sein 25-jähriges Bestehen feiern. Dieses Riesenprogramm ist wohl am besten in Zusammenarbeit mit anderen zu stemmen“, so Gernot Hempelmann.

So lässt sich etwa die „Frühlingsfeier“ im April mit der Neugestaltung des „Kaisersaals“ im Park und mit der Wiedereröffnung der Orangerie verbinden. Das „Barockfest“ im Mai soll gleichzeitig das Vereinsjubiläum sein und reflektiert auch auf ein anderes Jubiläum, nämlich „25 Jahre NDR in Mecklenburg“. Und im Spätherbst ergibt sich vielleicht eine Gelegenheit, die Fertigstellung des Areals um das Bassin mit der Würdigung seines genialen herzoglichen Gründers zu verknüpfen. Der Förderverein ist jedenfalls gern dabei, wenn es gilt, das reiche Erbe Ludwigslusts herauszuputzen und zu ganzheitlichen touristischen Angeboten zu bündeln.



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