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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 20:48 Uhr

Balow : Balower Bürgeraktivbus auf Tour

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Von Leader-Gruppe SüdWestMecklenburg gefördertes Projekt übergeben/ Entwicklung des ländlichen Raums gewürdigt

von
erstellt am 24.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Für Till, Vanessa, Jan und Anna aus Balow war es ein ganz besonderer Moment, als sie am Montagnachmittag zur Feier des 20-jährigen Bestehens der Leader-Aktionsgruppe SüdWestMecklenburg (LAG) vor der Kulturscheune des Kultur- und Kommunikationszentrums (KuK) gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und Bürgermeisterin Kriemhild Kant vor einem großen Auto standen. Bisschen aufgeregt waren die Kinder schon, als sie mit den beiden Politikern das rote Band durchschneiden durften - der neue Bürgeraktivbus für Balow war damit offiziell übergeben. Das mit fast 34 000 Euro aus Leader-Mitteln und mit Unterstützung der Gemeinde und der Sparkasse geförderte Fahrzeug wird bestehende Mobilitätsprobleme im zentrenfernen Balow verringern helfen. Die erste Tour erfolgte noch am Abend: Eine der Balower Seniorensportgruppen fuhr zum Kegeln nach Grabow.

„Die Idee zu diesem Bürgeraktivbus kam uns 2012, als wir nach Österreich fuhren zur Verleihung des Europäischen Dorferneuerungspreises“, erklärte Balows Bürgermeisterin Kriemhild Kant. „Wie sind da in einem großen Bus gefahren und da ging es auch um das Thema Mobilität. Wir haben das Thema dann in unserer Gemeinde weiter verfolgt, es gab mehrere Gesprächsrunden, wie das Projekt im Detail funktionieren könne.“ Der Balower Verein Dörfliche Begegnungsstätte e.V. ist Träger des Projekts, und der Bus soll von allen Vereinen genutzt werden. Und unter der Woche kann der Bus von den Älteren dann zu Fahrten z.B. zum Markttag nach Grabow oder zu Arztbesuchen oder zu anderen Anlässen genutzt werden. Das muss sich alles erst einspielen, sagte die Bürgermeisterin.


Mehr als 174 Projekte wurden umgesetzt


Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Balower Kinder mit Liedern und kleinen Sketchen die Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Lokalen Leader-Aktionsgruppe eröffnet. Grund zum Feiern mit über 100 Gästen gab es reichlich: Mehr als 174 Projekte konnten in den zurückliegenden Jahren umgesetzt werden. Dafür wurden mehr als 15 Millionen Euro investiert – elf Millionen kamen dank des europäischen Förderprogramms genau dahin, wo – nicht nur geografisch – das Herz Europas schlägt: in den Südwesten Mecklenburgs.

Hier ist in vielfältiger Weise die Entwicklung des ländlichen Raums vorangetrieben worden: Beim Ausbau von Radwanderwegen, bei der Gestaltung von Freizeit- und Tourismusangeboten, bei der Vernetzung lokaler Aktivitäten.

Die Gemeinden haben jedoch nicht nur durch den Geldsegen aus Brüsseler Fördertöpfen profitiert. Vielerorts hat die Dorfgemeinschaft sich neu gefunden, haben Frauen, Männer und Kinder mit angepackt, um ihre Gemeinde lebenswerter zu machen.

Die neue Broschüre „Das Plus von Leader – Eine Region – viele Akteure – ihre Projekte“ beschreibt in einer Vielzahl von eindrucksvollen Beispielen, mit wie viel Enthusiasmus die Menschen im Aktionsraum zwischen Boizenburg und Dömitz ihre Ideen umgesetzt haben.

Besonders aktiv sind die Balower. Kein Wunder also, dass sie die Feier zum Leader-Geburtstag gern ausgerichtet haben. Bürgermeisterin Kriemhild Kant berichtete den mehr als 100 überwiegend ehrenamtlich tätigen, regionalen Leader-Akteuren, den Vertretern aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Institutionen über die Fortschritte, die in den vergangenen Jahren zur Neugestaltung der Dorfmitte führten. Kindergarten, Schule, Bewegungslandschaft und allen voran natürlich das Kultur- und Kommunikationszentrum KUK bieten jede Menge Raum und Möglichkeiten, um alle Generationen im Dorf bei ihrem Bemühen zu unterstützen, den ländlichen Raum zu einem liebenswerten Zuhause zu machen. Und auch das ist Teil des Resümees: 35 Arbeitsplätze wurden durch die Leader-Aktivitäten geschaffen, drei Unternehmen sind entstanden, viele bestehende Beschäftigungsverhältnisse konnten dauerhaft gesichert werden. Mittlerweile arbeiten 26 Wirtschafts- und Sozialpartner mit kommunalen Vertretern unter dem Dach der LAG zusammen. 80 Kommunen mit mehr als 100 000 Einwohnern gehören zum Aktionsraum, in dem der Forsthof Glaisin, die Mitmach-Küche Hagenow, der Gestütsweg oder das Projekt „Generationen gegen das Vergessen“ in Wöbbelin nur einige der allesamt nennenswerten Beispiele für die gelungene Förderung des ländlichen Raumes sind.





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