Neustadt-Glewe : Bahnübergang wird erneuert

Der Bahnübergang Laascher Straße: eine Holperpiste.
Der Bahnübergang Laascher Straße: eine Holperpiste.

Bürgermeisterin Doreen Radelow zu Vorhaben in Neustadt-Glewe im nun begonnenen Jahr 2016

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04. Januar 2016, 16:34 Uhr

„Ich wollte mal eine Auskunft wegen einer Pachtsache haben. Wo muss ich da hin?“ Prompt greift die Frau im Sekretariat zum Telefonhörer, wechselt ein paar Worte und sagt dem Besucher, die zuständige Kollegin erwarte ihn in Zimmer soundso.

Die Frau im Sekretariat, es ist Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow (SPD). Natürlich ist ihr Büro im Nebenraum, und sie nur zufällig im gerade für kurze Zeit unbesetzten Sekretariat. Doch Bürgernähe ist für Doreen Radelow wichtig. Die Tür zu ihrem Büro jedenfalls ist nicht selten weit geöffnet. Im Oktober war sie als im Sommer gewählte Bürgermeisterin ins Neustädter Rathaus eingezogen. Eine ihrer Visionen damals, die sie schon vor der Wahl betont hatte: Die nächsten 21 Jahre Bürgermeisterin in Neustadt-Glewe sein. „Daran hat sich auch jetzt, nach einem halben Jahr, nichts geändert“, lacht Doreen Radelow.
Doch sie weiß auch, dass sie an ihrer Arbeit gemessen wird. Dazu gehört nicht zuletzt eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung, auf die Doreen Radelow großen Wert legt. Es dürfe kein Gegeneinander, sondern es müsse ein Miteinander geben.

Ganz weit oben im neuen Jahr steht für Doreen Radelow das Tourismuskonzept. „Das ist als Projekt natürlich nie komplett abzuschließen“, so die Bürgermeisterin. Ziel ist es aber, den Entwurf des Konzepts im ersten Quartal in den Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss zu bringen. „Wir haben ja einiges, auf dem wir aufbauen können“, sagt die Bürgermeisterin und verweist auf BurgArt, Burgfest, auf zahlreiche Ausstellungen in der Burg, Kabarettabende und Kulturveranstaltungen sowie natürlich die Lewitz.

Doreen Radelow: „Wir sind schon in der Planung für das diesjährige Burgfest vom 3. bis 5. Juni, das Bestandteil des Tourismuskonzepts ist, wollen es weiter auf einem hohen Niveau halten.“ Wegen des großen Besucherandrangs, aber auch der steigenden Zahl der Akteure, so z. B. beim Wikingerlager, denkt die Stadt darüber nach, wie die Festfläche besser genutzt oder auch vergrößert werden könnte. Auch bezüglich des sehr gut angenommenen Weihnachtsmarktes gibt es erste neue Ideen. So könnte noch mehr die Burgstraße mit einbezogen werden und auch der Weihnachtsmarkt nicht erst am Sonnabend, sondern schon am Freitag eröffnet werden.

Wie Doreen Radelow betont, ist der Stadt bewusst, dass nicht alle Altersgruppen für Museen oder schöne Landschaften zu begeistern sind. „Deshalb setzen wir uns auch dafür ein, dass das Airbeat-One Dance Festival weiter in Neustadt-Glewe stattfindet. Dieses Event macht unsere Stadt nicht nur überregional bekannt, sondern ist auch ein wirtschaftlicher Faktor, der nicht zu unterschätzen ist“, sagt die Bürgermeisterin.

Schon im Wahlkampf hatte sie immer wieder hervorgehoben, dass die Sanierung der Straßen für sie einen hohen Stellenwert besitzt. 2016 nun soll der Bahnübergang Laascher Straße erneuert werden. Überschüssige Gleise werden dabei entfernt, auf der einen Seite ein Geh- und Radweg, auf der anderen ein Gehweg entstehen. „Gerade auch für ältere Menschen, die auf dem Weg zum Arzt, zur Apotheke oder überhaupt in die Stadt sind, ist der Übergang wichtig“, so die Bürgermeisterin. Weiter vorankommen solle 2016 auch die Erschließung der Kuhdrift.

Große Bedeutung misst die Bürgermeisterin dem Ausbau des Breitbandes zu, der bis Ende 2016 abgeschlossen sein soll. Dazu habe die Telekom unlängst erste Pläne vorgelegt. Doreen Radelow: „Wir haben großes Interesse an einem flächendeckenden Ausbau des Breitbandes in Neustadt-Glewe.“

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