Autobahn 14 : Bahn frei in 44 Tagen

Das erste Schild steht schon. Sobald der Beton in den Fundamenten ausgehärtet ist, werden auch die Schilder für die Anschlussstellen „Ludwigslust“ und „Grabow“ aufgestellt.
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Das erste Schild steht schon. Sobald der Beton in den Fundamenten ausgehärtet ist, werden auch die Schilder für die Anschlussstellen „Ludwigslust“ und „Grabow“ aufgestellt.

Letzte Handgriffe an der A 14 zwischen dem Schweriner Kreuz und der Anschlussstelle „Grabow“. Ab 21. Dezember rollt hier der Verkehr.

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07. November 2015, 16:00 Uhr

„Feierabend? Oder weitermachen?“ Dirk Spohr steht im Nieselregen mitten auf der Fahrbahn der neuen A 14  zwischen Grabow und Ludwigslust. Die Frage, die ihm  sein junger Kollege an diesem Freitagmittag stellt, beantworten die beiden unisono mit einem Kopfnicken. „Wir ziehen das heute durch, dafür  wird die nächste Woche kürzer.“ Noch ist einiges zu tun auf dem neuen zwölf Kilometer langen Autobahnabschnitt. Markierungen, Hinweisschilder und einige Leitplanken fehlen. Das Fernmeldekabel für die Notrufsäulen muss verlegt, die letzte Lücke im 25 Kilometer langen Wildschutzzaun geschlossen werden. „Kleinigkeiten“, sagt  Dirk Spohr.  „Wir liegen wirklich gut im Plan. Der Übergabetermin am 21. Dezember kann locker gehalten werden.“ 

Für Spohr, der seit fast drei Jahren auf dieser Baustelle im Einsatz ist, beginnen  jetzt die entspanntesten Wochen  auf der neuen A14. In Hochzeiten musste er vor Ort gleichzeitig die Arbeit von 150  Leuten   koordinieren, Material beschaffen und dafür sorgen, dass  die Termine gehalten werden. „Da steht man unter Hochspannung und am Ende kurz vor dem Burnout“, sagt er. 

Schwere Maschinen rollen zurzeit nur noch neben der Autobahn. Etwa auf Höhe von Kilometer 355 zwischen Neustadt-Glewe und Wöbbelin bewegen Bagger auf beiden Seiten das Erdreich für zwei Rastplätze. „Die werden voraussichtlich aber erst im Mai fertig sein“, sagt Dirk Spohr. Für den  Hessen, der immer nur an den Wochenenden zu seiner Familie  fahren kann, ist auch nach dem 21. Dezember hier noch nicht Schluss. Er wird den  Bau der beiden Rastplätze  weiter begleiten. „Manchmal ist es schwer, so weit weg von zu Hause. Man muss diese Arbeit schon sehr lieben, sonst würde man es auf die Dauer nicht aushalten.“

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