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Grabows Bäume im Gesundheits-Check : Bäume auf Kur geschickt

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Die Grabower Stadtvertretung hat sich entschieden, eine Baumgutachterin zu beauftragen, die alle Straßen aufnimmt und ein Baumkataster erstellt. Noch 2012 soll mit ersten Pflegemaßnahmen begonnen werden.

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erstellt am 29.Aug.2012 | 10:01 Uhr

grabow | Es ist Lindenblüte. Die Natur beschert gegenwärtig in den Städten der Region Tonnen von herabfallenden Blüten, die der ordnungsliebende Grundstücksbesitzer beseitigt - er ist auch dazu verpflichtet. Die Grabower sehen in diesem Jahr Handlungsbedarf.

Die Stadtvertretung Grabow hat die Stadtvertreter Wolfgang Möller und Stefan Sternberg beauftragt, sich um das Ärgernis herumliegenden Laubes der Linden in der bunten Stadt an der Elde zu kümmern - gemeinsam mit Wolfgang Kann, dem Ordnungsamtsleiter des Amtes Grabow. Nach mehreren Beratungen, auch mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis, ist ein Weg gefunden worden, wie künftig mit dem Grün in der Stadt umgegangen werden soll. Am Kießerdamm, in der Goethestraße, Parkstraße, Prislicher Straße, Berliner Straße und auch am Reuterhaus gibt es sehr alten Baumbestand. Früher waren es zum Teil Kopflinden, die aber schon zu DDR-Zeiten nicht mehr gepflegt wurden. Ein Problem, das viele Städte haben.

Die Grabower Stadtvertretung hat sich entschieden, eine Baumgutachterin zu beauftragen, die alle Straßen aufnimmt und ein Baumkataster erstellt. Noch in diesem Jahr soll dann mit Pflegemaßnahmen im Stadtbereich begonnen werden. "Wir wollen dafür sorgen, dass Grabow genauso schön bleibt wie es jetzt ist, dass die Bäume nicht mehr so ausufern, sondern auf das realistische Maß zurückgebracht werden", sagt Stefan Sternberg. "Grabow ist in der glücklichen Lage, einen großen Wald- und Wiesenbestand zu haben", ergänzt Wolfgang Möller. "Eigentum verpflichtet. Wir wollen die Bürger motivieren, mehr mit der Natur zu leben." Die Grabower beabsichtigen, den Umgang mit den Bäumen auf eine höhere Stufe zu stellen.

Um die Verkehrssicherheit haben sie sich auch in der Vergangenheit gekümmert, die Bäume regelmäßig ausgeschnitten. Nun also soll mit dem Katalogisieren die nachhaltige Arbeit begonnen werden. Um rund 200 Großbäume in der Stadt geht es, hauptsächlich Linden, aber auch Kastanien sind dabei. Die erste Begehung mit Baumgutachterin Gabriele Bunge aus Hagenow sei sehr interessant gewesen, erinnert sich Stefan Sternberg. Sie wird in diesen Tagen mit der Arbeit beginnen. Vier Bereiche sind in diesem Jahr ins Auge gefasst, erläutert Wolfgang Kann: die Prislicher Straße, rund ums Reuterhaus, Kießerdamm und die Parkstraße. Die Grabower werden beobachten können, wie die Bäume vermessen, fotografiert, wie Proben genommen werden. Am Ende soll eine Handlungsempfehlung für die Stadt stehen.

Im Haushalt 2012 sind bereits ca. 20 000 Euro eingestellt, so dass noch in diesem Jahr, wenn das Laub fällt, mit ersten Pflegemaßnahmen begonnen werden soll. Der Ausgang ist ungewiss. Je nach Ergebnis kann es zu einschneidenden Veränderungen - bis zu Fällungen todkranker Bäume - kommen, daran lassen die Stadtvertreter keinen Zweifel. Für den Fall seien Ersatzpflanzungen vorgesehen. Alle Arbeiten sollen durch einen autorisierten Baumpfleger durchgeführt werden. Dazu folge eine Ausschreibung, so Wolfgang Kann.

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