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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 03:11 Uhr

Dömitz : B 195 wird kurzzeitig Sackgasse

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Altes Amtsgericht in Dömitz wird abgerissen / Straßensperrung ab Montag für voraussichtlich eine Woche

von
erstellt am 21.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Der Bagger steht auf einem Schuttberg. Daneben liegen Balken und Ziegelsteine: Reste der ehemaligen Nebengebäude des alten Dömitzer Amtsgerichts. In der vergangenen Woche hat der Abriss begonnen. Als nächstes kommt das Backsteingebäude an die Reihe.

Ronny Schult, Fachbereichsleiter Ordnung und Bürgerservice im Amt Dömmitz-Malliß: „Am kommenden Montag startet der Abriss des Hauptgebäudes. Aus Sicherheitsgründen wird die Bundesstraße 195 vor dem Abrissgebäude von Montag, dem 25. August, bis voraussichtlich Freitag, dem 29. August 2014, voll gesperrt.“ Die gesamten Abrissarbeiten sollen ca. vier Wochen dauern.

Die Sperrung für eine Woche hat zur Folge, dass die Fritz-Reuter-Straße in dieser Zeit Sackgasse ist, ebenso die Wallstraße. Im Gegenzug wird die Einbahnstraßenregelung in der Friedrich-Franz-Straße für kommende Woche aufgehoben, so dass es hier einen sogenannten Begegnungsverkehr geben wird. Für alle drei betroffenen Straßen gilt für die Zeit der Sperrung Halteverbot. Außerdem bleibt das Zentrum im betreffenden Zeitraum für Laster über 7,5 t komplett gesperrt, ausgenommen Busse.

Das ehemalige Amtsgericht stand seit über 20 Jahren leer. Gemäuer und Gebälk sind vom Untergeschoss bis zum Dach vom Schwamm durchsetzt. Abbröckelndes Mauerwerk gefährdete zunehmend Passanten. Deshalb war schon vor knapp einem Jahr ein Sperrbereich vor dem Haus eingerichtet worden. Gerd Bade vom Fachbereich Bau des Amtes: „Der Abriss wurde notwendig, weil der bauliche Zustand des Gebäudes keine andere Lösung zuließ. Aus wirtschaftlichen Gründen wäre eine Sanierung nicht tragbar gewesen.“ Nachdem der frühere Eigentümer nichts unternommen hatte, den baulichen Zustand des Gebäudes zu verbessern, erwarb die Stadt Dömitz das alte Gericht für einen symbolischen Preis (Eintrag ins Grundbuch am 22. Juli 2014). Voraussetzung war, dass der Landkreis die Streichung des Gebäudes aus der Denkmalliste vornimmt. Das ist passiert, so dass er Abriss erfolgen kann.

Trotzdem bedauert Bürgermeister Helmut Bode auch, dass es soweit kommen musste. „Das um 1870 gebaute Gebäude ist äußerst geschichtsträchtig und spielte auch aus städtebaulicher Sicht eine nicht unbedeutende Rolle. Nun werden wir eine Baulücke in der Kurve der abbiegenden B 195 haben.“

 

 

 

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