Redefin : Ausnahmecellistin zu Gast in Redefin

Die argentinische Ausnahmecellistin Sol Gabetta gastiert auf dem Landgestüt Redefin.  Fotos: Festspiele MV
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Die argentinische Ausnahmecellistin Sol Gabetta gastiert auf dem Landgestüt Redefin. Fotos: Festspiele MV

Weltstar Sol Gabetta spielt mit Gstaad Festival Orchestra auf der Gestütsanlage

svz.de von
13. August 2016, 07:00 Uhr

In der Reihe „Weltstars in Redefin“ gastieren am Sonnabend, dem 20. August, um 18 Uhr, die argentinische Ausnahmecellistin Sol Gabetta und das Gstaad Festival Orchestra auf dem Landgestüt Redefin. Für den ursprünglich angekündigten Dirigenten Kristjan Järvi, der aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, springt sein Vater, der renommierte Dirigent Neeme Järvi ein. Unter seiner Leitung erklingen Rossinis Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“, Saint-Saëns’ Konzert Nr. 1 a-Moll für Violoncello und Klavier und Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 4 A-Dur „Italienische“.

Ab 13 Uhr können die Zuschauer im Park picknicken und ab 16 Uhr eine Pferdeshow mit den edlen Hengsten des Gestüts erleben. Während des Konzerts wird eine Kinderbetreuung angeboten. Für das Konzert gibt es noch Karten vor allem in der 4. Kategorie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter Tel. 0385 5918585, an den bekannten Vorverkaufskassen oder an der Tageskasse, die eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn öffnet.

Das Programm steht ganz im Zeichen der Romantik. Zum Auftakt spielt das Gstaad Festival Orchestra Rossinis berühmte Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“. Das Vorspiel stammt tatsächlich aus einer älteren Opera seria des Komponisten „Elisabetta, Regina d’Inghilterra“. Und auch dort war das Stück nur die Überarbeitung des Vorspiels zu „Aurelio in Palmira“. Erst als Vorspiel zu der turbulenten Komödie um den spanischen Frisör ist das Werk zu einem Schlager der Musikgeschichte geworden. Mit Saint-Saëns’ Konzert Nr. 1 a-Moll für Violoncello und Klavier steht ein weiterer beliebter Standard des Klassikbetriebs auf dem Programm. Das im Jahr 1872 entstandene Werk gilt als Paradestück für jeden Cellisten. Seinen Charme verströmt dieses Werk bis heute, und Hörer wie Interpreten unterschreiben gerne Hans von Bülows Urteil, es sei voller „Technik und Eleganz, bon sens und Originalität, Logik und Anmut“.

Zum Abschluss erklingt mit dem Gstaad Festival Orchestra Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 4 A-Dur „Italienische“. Die wesentlichen Ideen der Sinfonie notierte der Komponist 1830/31 unter den vielfältigen Eindrücken seiner Italienreise. Die Uraufführung des Werks fand am 13. Mai 1833 in der Philharmonic Society in London unter der Leitung des Komponisten statt. Sie geriet zu einem glänzenden Erfolg sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern, blieb aber die einzige Aufführung zu Mendelssohns Lebzeiten. Heute gehört die Sinfonie zu den meistaufgeführten Orchesterwerken des Deutschen.

Seit 1999 veranstalten die Festspiele MV Konzerte in der wiedererrichteten Reithalle des historischen Landgestüts Redefin. Künstler wie die Berliner Philharmoniker lobten nach ihren Auftritten die hervorragende Akustik der Halle. Bereits 1710 existierte hier ein landesherrschaftliches Gestüt, das den Marstall des Schweriner Herzoghauses mit edlen Pferden belieferte.

Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin richtete dann das Landgestüt im Jahr 1812 zum Zwecke der Verbesserung der Pferdezucht ein. Über viele Jahre lieferte Mecklenburg dem Landgestüt Celle hoch im Blut stehende Hengste, die in Hannover teilweise zu Linienbegründern wurden.

Heute sind neben der Hengsthaltung die Hengst- und Leistungsprüfungen, die Landesreit- und Fahrschule, die Berufsausbildung zum Pferdewirt und die traditionellen Redefiner Hengstparaden Aufgaben des Landgestüts. Die einmalig schöne Anlage ist darüber hinaus aber auch Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr in der „Griesen Gegend“.

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