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ludwigslust : Ausbau der Neustädter Straße beginnt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Abschluss der Arbeiten für Mitte November geplant / Grundstückseigentümer müssen Vorausleistung auf Ausbaubeitrag zahlen

Die meisten Anlieger der Neustädter Straße zwischen Paschenstraße und Bahn haben sich offenbar damit abgefunden: Die Straße vor ihrer Haustür wird ausgebaut und den Großteil der Kosten müssen sie tragen. Kaum mehr als zehn Ludwigsluster waren am Mittwochabend in den Rathaussaal gekommen, um sich über die anstehenden Arbeiten zu informieren. Und das Thema Geld spielte in ihren Fragen an die Stadtverwaltung kaum eine Rolle.

Auch wenn Jens Gröger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Tiefbau, verkünden konnte, dass die umzulegenden Kosten geringer ausfallen könnten als zunächst erwartet – enorm belastet werden die Grundstückseigentümer dennoch. Von 10 000 Euro und mehr ist die Rede. Wie viel es für den einzelnen Eigentümer ist, hängt unter anderem von Grundstücksgröße und Zahl der Vollgeschosse ab. Für ein Grundstück von 600 Quadratmetern mit einem Haus mit zwei Vollgeschossen ergebe sich ein Straßenausbaubeitrag von 10 717 Euro, stellte Jens Gröger ein Beispiel dar. Verbindlich sei diese Zahl aber noch nicht, weil die Gesamtkosten des Projektes erst nach der Schlussrechnung endgültig feststehen. „Weil die Grundstücke im Innenbereich liegen, zählt ihre gesamte Fläche, einschließlich Garten“, erklärte Jens Gröger auf die Frage einer Zuhörerin.

Bezahlen müssen die Grundstückseigentümer schon in wenigen Monaten. „Wir werden im August oder September wie in der Klenower Straße Vorausleistungsbescheide verschicken“, so Jens Gröger. Darin werden rund 70 Prozent des voraussichtlich zu zahlenden Straßenausbaubeitrages eingefordert. Wer Schwierigkeiten hat, das Geld auf einen Schlag aufzubringen, kann eine Stundung oder eine Ratenzahlung vereinbaren. „Da ist vieles möglich, aber Sie müssen mit uns reden“, sagte der Verwaltungsmitarbeiter zu den Anliegern.

Die Bauarbeiter werden ab kommenden Montag die Neustädter Straße erobern, die dann voll gesperrt wird. „Die Grundstücke werden nicht jederzeit erreichbar sein“, so Gröger. Bei Bedarf könnte es den Anliegern aber in Absprache mit der Firma ermöglicht werden, in die Baustelle zu fahren. „Dann besteht aber kein Versicherungsschutz.“

Nach dem Abfräsen der alten Fahrbahndecke wird die beauftragte Firma STL aus Ludwigslust mit dem Bau des neuen Regenwasserkanals beginnen. Entwässert wird künftig in Richtung B 106. Bevor später dann die neue Fahrbahn aufgebaut wird, erneuern die Stadtwerke Trinkwasserleitung, Gas- und Stromleitungen. Bis Mitte November soll alles fertig sein.

Die Fahrbahn wird künftig 5,08 Meter breit sein. Auf der Straßenseite der Fleischerei sollen insgesamt fünf Parkplätze quer zur Fahrbahn entstehenden. Parken am Straßenrand sei künftig auf keiner Seite mehr zulässig, so Jens Gröger. Über die entsprechende Beschilderung sei bereits mit der Verkehrsbehörde gesprochen worden.

Rund 170 000 Euro werden in den Ausbau der knapp 100 Meter Neustädter Straße gesteckt. Etwa 160 000 Euro davon sind beitragsfähige Kosten, von denen bei einer Anliegerstraße wie der Neustädter Straße laut Satzung 75 Prozent auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden können.

Dass die drei großen Bäume stehen bleiben sollen, stieß auf wenig Verständnis. Ihre Wurzeln würden schon den Gehweg anheben, eine der riesigen Baumkronen verdecke eine Straßenlampe fast komplett, so die Anwohner. Die Bäume würden seit Jahren nicht richtig gepflegt werden und enthielten mittlerweile rund 25 Prozent Totholz. Ein Fällen der Bäume stellte Jens Gröger dennoch nicht in Aussicht. Er sagte jedoch zu, die Kritik an den zuständigen Fachbereich weiterzugeben.





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