Ludwigslust : Aus dem Vertrieb in die Verwaltung

Kandidiert fürs Bürgermeisteramt: Daniel Günther
Kandidiert fürs Bürgermeisteramt: Daniel Günther

Daniel Günther ist in Ludwigslust aufgewachsen. Jetzt strebt der Ingenieur für Elektrotechnik (FH) für die CDU auf den Bürgermeisterstuhl.

neumann_neu.jpg von
10. März 2018, 05:00 Uhr

Mit diesem Kandidaten ist der Ludwigsluster CDU eine echte Überraschung gelungen. Auf ihrer Mitgliederversammlung nominierten die Christdemokraten Daniel Günther für die Bürgermeisterwahl. Ganz unbekannt ist der 45-Jährige in der Lindenstadt aber nicht.

Auf der Mitgliederversammlung konnte sich Daniel Günther 100 Prozent der abgegebenen Stimmen sichern. „Die CDU Ludwigslust ist gemeinsam mit ihrem Kandidaten voller Tatendrang, den kommenden Bürgermeister der Stadt Ludwigslust zu stellen“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU. „Bis zur Wahl am 27. Mai ist noch einiges zu tun. Gemeinsam mit allen Mitgliedern der CDU Ludwigslust wird sich der Kandidat hoffentlich die Sympathie und die Stimmen der Ludwigsluster Wähler erarbeiten.“

Daniel Günther ist in Ludwigslust aufgewachsen und hat hier die Schule besucht. Stiftspropst a.D. Gustav Adolph Günther ist sein Vater. Nach dem Abitur studierte Daniel Günther in Wismar Elektrotechnik, Schwerpunkt Energie. Viele Jahre lang arbeitete der Diplomingenieur (FH) in der freien Wirtschaft, die meiste Zeit für einen Hersteller von Elektrizitätszählern. „Ich war im Vertrieb tätig, auch international“, sagt Daniel Günther. „Da lernt man, mit Menschen und ihren unterschiedlichen Charakteren umzugehen.“ Seit Januar ist er Sachgebietsleiter im Bereich Energie bei den Stadtwerken Ludwigslust-Grabow und dabei unter anderem auch für das Heizkraftwerk zuständig.

Der neue Job bedeutet für den Vater von 14 und 18 Jahre alten Söhnen eine deutlich kürzere Fahrzeit zur Arbeit. „Deshalb schaute ich mich gleich um, ob ich mich in der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, ehrenamtlich engagieren kann, und fing an, mich für kommunalpolitische Themen zu interessieren“, erzählt Daniel Günther, der in Seedorf bei Lenzen lebt. Und dann sei ihm der Gedanke gekommen, warum er nicht auch Bürgermeister von Ludwigslust werden könnte. „Ich habe ja bei meinem vorherigen Arbeitgeber in leitender Position gearbeitet, bin es gewohnt, Menschen zu führen, Verantwortung zu übernehmen und strategisch zu denken“, so der 45-Jährige. Dann sei er mit ein paar CDU-Politikern locker ins Gespräch gekommen, was dann schnell konkreter wurde. „Strategisch zu denken, ist angesichts dessen, was auf uns zukommt, absolut notwendig“, so Daniel Günther. Da sei zum Beispiel die Altersstruktur in der Bevölkerung, die sich verschiebt. „Wie bekommen wir es hin, dass wir allen Altersklassen eine gute Lebensqualität bieten können?“ Oder das Thema Pendeln. Er wisse, was es bedeutet, jeden Morgen und jeden Abend eine Stunde lang zur Arbeit zu fahren. „Die Unternehmen müssen solche Bedingungen vorfinden, dass sie in der Lage sind, Jobs zu schaffen“, so Günther. „Und sie müssen die Fachkräfte dafür finden.“ Ebenso wichtig sei das gesellschaftliche Leben und Engagement der Menschen.

Die CDU Ludwigslust drücke ihrem Kandidaten die Daumen, heißt es in der Mitteilung. Und Helmut Schapper, Präsident der Stadtvertretung, kam gleich ein Gedanke: „,Ein Ludwigsluster kehrt zurück!’ wäre vielleicht ein toller Wahlkampfslogan?“. Christian Geier lobte den Kandidaten für seine sympathische und zielstrebige Art sowie sein Gespür für Menschen und Meinungen.

Damit stehen nun vier Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 27. Mai in den Startlöchern. Spannung ist damit garantiert. Übrigens: Bis zum 13. März ist noch Zeit, sich zu bewerben.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen